DIE WELLE

Einleitung

Eine Übung im Sehen

Übersetzung: Data

An diesem Punkt der vorliegenden Buchserie Die Welle bemerke ich, dass ich die Richtung erneut wechseln muss. Der Inhalt ab hier war ursprünglich nicht Bestandteil der im Frühling des Jahres 2000 im Internet publizierten Erstfassung. Das Veröffentlichen von Die Welle schlug in manchen Kreisen sprichwörtlich Wellen, da ich es wage, die Wahrheit über so viele esoterische Themen aufzudecken. Ich wurde aus diesem Grund zur ‚Vernichtung ausgewählt‘. Aber davon werde ich etwas später berichten. Zuerst möchte ich aber einige generelle Bemerkungen machen.

Jene Leser, die Die Welle bis hierher gelesen haben, haben sicher die Kernaussage verstanden: „Nichts ist so wie es scheint und wie wir glaubten, das es ist“; die vielen Religionen und ‚Methoden des → Aufstiegs‘, die durch alle Zeitalter hindurch vermarktet wurden, mit eingeschlossen.

Was jedoch bisher fehlt, ist ein klar definierter ‚Weg‘, der den Suchenden in seinem Streben nach den Schlüsseln zu seiner Erlösung — wie auch immer diese für ihn definiert sein mag — führt. Ich habe an dieser Buchserie daran gearbeitet so einen ‚Weg‘ zu präsentieren, indem ich meine persönlichen Erfahrungen, Lehren und Erkenntnisse aus vielen Studien mitteile. Jedoch stoßen sich einige Leser an Material, das sich mit den Lügen und Täuschungen, denen wir in unserer Realität ins Auge blicken, beschäftigt. Sie würden viel lieber etwas ‚Erheiterndes‘ lesen. Es kommt ihnen aber nicht in den Sinn, dass man nicht wirklich ‚erheitert‘ werden kann, solange man im Treibsand steckt. Es scheint, als ob wir tatsächlich in einer Welt aus Lügen leben — d.h., beherrscht von Lügen und Diebstahl — und dass Menschen lügen, weil es anders gar nicht möglich ist; das heißt, ohne so einen ‚Weg‘.

Auf unserer Suche nach Antworten, nach wiederholtem Probieren und Testen von Informationsquellen und Materialien, haben wir Stück für Stück gelernt, was nicht zu tun ist. Es gibt aber nicht viel Informationen darüber, was zu tun ist.

Die C's haben einige Pfade aufgezeigt. Aber wie immer sind wir mehr oder weniger auf uns selbst gestellt, Wissen zu sammeln und dessen Anwendung zu erlernen. Wie der Leser möglicherweise bereits weiß, ist das aus gutem Grund so.

So kam es, dass ich begann, Die Welle zu schreiben. Ich ahnte nicht, dass mich das Schreiben selbst zu meinen wichtigsten Lektionen führen würde; nämlich jene, die es mir ermöglichten, wichtige Themen, Probleme und aktuellen Umstände der Menschheit zu erkennen und zu beschreiben.

Das Wichtigste, das ich durch den Prozess lernte, ist, dass jedes Individuum mit dem Wunsch, esoterische Studien zu betreiben, eine möglichst reine und voll funktionsfähige — am besten gesunde — Psyche haben sollte, bevor es beginnt, in unbekannte Gebiete zu wandern. Denn wenn man nicht einmal mit dem alltäglichen Leben effektiv umgehen kann, wie kann man sich dann auf seinen eigenen psychologischen Zustand verlassen, der eigentlich verhindern soll, in Studien mit noch wenigeren Wegmarkierungen und Rückmeldungsmechanismen verloren zu gehen?

Deshalb ist es klar für mich, dass die allererste Tätigkeit in jeder beliebigen esoterischen Arbeit sein sollte, psychologisch ganz gesund zu werden. Von Anderen wurden dafür schon Begriffe geschaffen. Im Wesentlichen ist es das, was mit Gurdjieffs Selbsterinnerung, Mouravieffs Introspektion und Castanedas Rekapitulation gemeint ist.

Diese Begriffe können auch nebulös ausgedrückt werden, wie z.B. die Tätigkeit des Magiers, das Rückbeanspruchen von Energie, das Kristallisieren einer Seele und so weiter. Aber diese Arbeit kann aber auch in klaren, praktischen, wissenschaftlichen und modernen Begriffen erklärt werden, die mit eindeutigen Beispielen und Techniken untermauert sind. Es geht darum, seine ‚Maschine‘ kennenzulernen, sie zu reinigen, sie ordnungsgemäß einzustellen, damit sie wieder richtig funktioniert, um sich für ‚interessantere‘ esoterische Arbeiten vorzubereiten.

Ich denke, dass Castanedas Begriff Rekapitulation auf Gurdjieffs Begriff Selbsterinnerung aufbaute. Das Wort Selbsterinnerung ist jedoch ebenfalls etwas vage. Boris Mouravieff erklärt den Sachverhalt etwas praktischer:

Der Homo Sapiens lebt vertieft in seinem Alltag. Irgendwann vergisst er sich selbst und auch die Richtung, in die er geht. Jedoch weiß er, ohne es wirklich zu fühlen, dass eines Tages der Tod alles beenden wird.

Wie können wir erklären, warum der Intellektuelle, der wunderbare Erfindungen macht, und der Technokrat, der sie ausbeutet, das Ende des Lebens von ihren Untersuchungen ausgeschlossen haben? Wie können wir erklären, warum eine Wissenschaft, die Alles versucht und Alles behauptet, sich gleichgültig gegenüber dem Rätsel des Todes verhält? Wie können wir erklären, warum die Wissenschaft sich ihrer älteren Schwester, der Religion, gegenüberstellt, anstatt sich mit ihr zusammenzuschließen um das Problem der Existenz — gleichzeitig das Problem des Todes — zu lösen?

Ob ein Mensch im seinem Bett oder an Bord eines interplanetaren Raumschiffs stirbt, der menschliche Zustand hat sich nicht im Geringsten verändert.

Fröhlichkeit? Uns wird immer gesagt, dass Fröhlichkeit nur so lange dauert wie eine Illusion… Und was ist diese Illusion? Keiner weiß es genau. Aber sie vereinnahmt uns.

Wenn wir nur wüssten, was Illusion ist, würden wir auch das Gegenteil kennen: was Wahrheit ist. Diese Wahrheit würde uns aus unserer Sklaverei befreien.

Ist die Illusion auf Basis neuester wissenschaftlicher Entdeckungen jemals einer kritischen Analyse unterzogen worden? Dem scheint nicht so; das ist ein psychologisches Phänomen. Und dennoch kann man nicht sagen, dass die Menschheit faul ist und nicht nach etwas sucht. Sie ist ein leidenschaftlicher Sucher… Aber sie verfehlt das Wesentliche; sie umgeht es in ihrer Suche.

Uns fällt von Beginn an auf, dass die Menschheit moralischen Fortschritt mit technischen Fortschritt verwechselt, sodass die Entwicklung der Wissenschaft in einer gefährlichen Isolation voranschreitet.

Der brillante Fortschritt, bedingt durch Technologie, hat nichts Wesentliches am menschlichen Zustand verändert. Er wird es auch weiterhin nicht tun, da er ausschließlich im Bereich des täglichen Lebens ansetzt. Aus diesem Grund berührt er das Innere der Menschen nur oberflächlich. Jedoch ist seit uralten Zeiten bekannt, dass das Wesentliche innerhalb des Menschen — nicht außerhalb — zu finden ist…

Esoterische Philosophie betrifft den Menschen, so wie er ist: Der Untersuchende ist das Untersuchungsobjekt seiner eigenen Studien. Davon ausgehend, dass der Mensch sich selbst unbekannt ist, ist es sein Ziel, mit sich selbst Bekanntschaft zu machen — so wie er ist und so wie er unter gewissen Bedingungen werden kann…

[Boris Mouravieff, 2002, Einleitung]

Gurdjieff hatte seine eigenen Methoden, und Mouravieff — wie bereits erwähnt — schrieb darüber etwas anders.

Wir entdeckten während unserer Nachforschungen in Boris Mouravieff, dass er von William Patrick Patterson in seinem Buch Talking With the Left Hand lautstark kritisiert und angeschuldigt wurde, seine Ideen von Gurdjieff ‚gestohlen‘ zu haben. Patterson ist der Autor von vier hochgelobten Büchern über geistige Entwicklung und ist ein Langzeitstudent von John Pentland; jenem Mann, den Gurdjieff zur Leitung der Gurdjieff-Arbeit in Amerika erwählte und der heute auch Redakteur der Zeitung The Gurdjieff Journal ist. Es ist das einzige vierteljährliche Journal, das der Untersuchung der „uralten Lehre des Vierten Weges, hervorgebracht und verkörpert durch Gurdjieff“, gewidmet ist.


Für den Fall, dass der Leser nicht mit Gurdjieff vertraut ist, möchte ich ein wenig Hintergrundinformationen bringen. Seit seinen ersten Vorlesungen in Moskau und St. Petersburg im Jahre 1912, zog George Ivanovich Gurdjieff die Aufmerksamkeit von Okkultisten und vielen westlichen Aristokraten auf sich. Seine Lehren (oft als Gurdjieff-Werk oder Vierter Weg bezeichnet) wurden durch Schriftstücke und Vorlesungen seines Schülers, dem berühmten russischen Mathematiker und Journalist Peter D. Ouspensky, weithin bekannt und später durch Alfred Orage, John G. Bennet, Rodney Collins und Dr. Maurice Nicoll verbreitet.

Gurdjieff selbst gab zu, dass er Lehren von vielen Gruppen, denen er auf seinen Weltreisen begegnet war (darunter die Yezidis, die russische Orthodoxe Kirche, Sufi Bektashi, und Naqshbandi-Sekten aus den Hindu Kush- und Pamir-Regionen) ‚stahl‘ und verwendete. Eine tiefere Studie von Gurdjieffs Arbeit zeigt, dass er offensichtlich auch mit seinen eigenen Ideen experimentierte und auch damit, wie die einzelnen Teile dieser unterschiedlichen Lehren einzusetzen wären, um ein System zusammenzustellen, das einzelnen Individuen erlauben würde, tief sitzende ‚Wahrnehmungsdefekte‘ zu bewältigen, bewusster zu werden und das ‚Objektive Gewissen‘ eines ‚Höheren Selbst‘ zu erwecken.

Es scheint, als ob Gurdjieff an einem Punkt erkannte, dass diese Aufgabe undurchführbar ist, da fast alle seiner Studenten begannen, nur mehr das zu ‚hören‘, was sie hören wollten. Er schloss seine Schule und konzentrierte sich darauf, seine Ideen im Buch title(Beelzebubs Erzählungen für seinen Enkel) (1950) in Allegorieform1 darzustellen und zusätzliche esoterische Themen einfließen zu lassen.

Die Vorstellungen Gurdjieffs haben unsere gegenwärtige Kultur tiefgehend beeinflusst, da viele ihrer Anhänger reich und berühmt waren und die Mittel zur Förderung der Ideen in den oberen Gesellschaftsschichten hatten. Nach Gurdjieffs Tod im Jahre 1949 wurde sein Vermächtnis durch viele Menschen verbreitet. Der Großteil seiner Arbeit sickerte durch die Zersplitterung der vielen Gruppen in verweltlichten Konfessionsgemeinschaften. Die Formation von Persönlichkeitskults und Fremdidentifikation mit Gurdjieff schadete seinen Ideen und seiner Arbeit, die ein ernsthafter Versuch war, der Menschheit zu helfen. Es scheint, als ob Gurdjieff am Ende seines Lebens dies voraussah.

Heutige Ableger von Gurdjieffs Lehren sind dafür bekannt, alle Arten von Methoden zu verwenden, um ihre Mitglieder umzuprogrammieren: Isolation, Gruppenarbeit, autoritäre Hierarchien inklusive Methoden zur Demaskierung oder Zerstörung des persönlichen Egos. Es erscheint klar, dass im Falle Gurdjieff keine dieser Ableger ‚den ganzen Kuchen für sich behaupten‘ kann, da Gurdjieff seltsamerweise sehr wählerisch war, wem er was erzählte. Selbst jene, die ihm am nächsten standen, missverstanden das, was er zu vermitteln versuchte. Dies ist auch durch persönliche Notizen gegen Ende seines Lebens dokumentiert.

Fakt ist, dass Gurdjieff großen Schwierigkeiten gegenüberstand, als er nach Möglichkeiten suchte, die Menschheit aufzuwecken. Wie oben erwähnt, glich es Mission Impossible. Trotz allem schafften es er und seine Anhänger, einen Pfad durch den Dschungel der Lügen und Desinformation zu schlagen. Es ist für seine Anhänger jedoch nicht angemessen zu behaupten, dass dieser Pfad das einzig Übriggebliebene ist, und nicht mehr. Es ist viel logischer, diesen Pfad zu verbreitern, um durch das Portal zu treten, das sich am Ende des Pfades auftut, um zu entdecken, was auf der anderen Seite verborgen liegt.


Neben Gurdjieff hatte Mouravieff ebenfalls Probleme. Ich würde mich eher auf Gurdjieff verlassen, aber Mouravieff leistete seinen Dienst durch die Übermittlung einer sehr alten esoterischen Tradition. Den Dienst leistete er solange, als er lediglich über diese Tradition berichtete. Als er jedoch begann, seine eigenen Ideen und Interpretationen hinzuzufügen, legte er nur damit seine Ignoranz, Unwissenheit und sein Versagen im Verstehen jenes Materials bloß, das er eigentlich zu vermitteln versuchte.

Carlos Castaneda ‚borgte‘ entweder viele dieser Ideen und formulierte sie in einem ‚südwestlichen schamanistischen‘ Zusammenhang mit seinen persönlichen ‚Verdrehungen‘ neu, oder er fand selbst Spuren ähnlicher Ideen. Basierend auf der zeitlichen Abfolge und mehreren aufschlussreichen Gesprächen mit jemandem, der ihn persönlich kannte, tendiere ich zu ersterer Annahme.

Unsere eigene — durch die C's geleitete — Herangehensweise hält sich eher streng an die Linien von Gurdjieff und Mouravieff und etwas an Castaneda mit Nachbesserungen. Gurdjieff, Mouravieff und Castaneda sprechen alle über den Mensch, der sich selbst und seine Maschine kennen, diese beobachten und sich in Selbsterinnerung, Introspektion, Rekapitulation, etc. engagieren sollte. Wir gehen aber einen logischen Schritt weiter und benutzen die Terminologie moderner Psychologie. In unserer Suche nach der Gültigkeit dieser Ideen haben wir Studien und Bücher über verschiedene Aspekte menschlichen Psychologie gefunden, die diesen alten Traditionen und Ausdrücken bemerkenswert gut nahekommen und ihnen dienen2.


Gurdjieff sprach über sogenannte Puffer und wie diese erzeugt werden. Es ist klar, dass Castanedas Rekapitulation als ein Mittel gedacht war, mit diesen Puffern umzugehen. Jedoch mangelte es Castanedas Darstellung an Klarheit. Er tendierte dazu, Sachverhalte zu ‚mystifizieren‘. Das ist bedauernswert. Viele Leute folgen Castanedas ‚Weg‘ gerade wegen dieser esoterisch klingenden ‚Mystifizierung‘. Sie wollen einfach nicht die Tatsache akzeptieren, dass der erste Punkt der Tagesordnung daraus besteht, sich mit seiner eigenen Psyche in einer grundlegenden und praktischen Art und Weise zu befassen.

Sehen wir uns genauer an, was Gurdjieff über Puffer zu sagen hatte. Es sollte dabei im Kopf behalten werden, dass er dabei über die vielen ‚Programme‘ bzw. endlose Gedankenschleifen spricht, die uns in der Kindheit durch unsere Erfahrungen und durch familiäre bzw. soziale ‚Konditionierungen‘ aufgeprägt wurden. Diese Programme bzw. Gedankenschleifen sind dasselbe, was Castaneda als den Geist des Räubers bezeichnete.

„Du denkst sehr unbefangen“, sagte er. „Du glaubst, dass du schon etwas bewirken kannst. Diese Überzeugung loszuwerden ist für Menschen schwieriger als alles andere. Du verstehst nicht die Komplexität deines Aufbaus und du verstehst nicht, dass jede deiner Anstrengungen tausende unerwartete und oft unerwünschte Ergebnisse herbeiführt, selbst wenn darunter das gewünschte Ergebnis ist. Du vergisst die Hauptsache, dass du deine Tätigkeit nicht mit einer guten, sauberen Maschine begonnen hast.

„Es stehen viele Jahre eines falschen und dummen Lebens hinter dir; da ist Nachgiebigkeit in jeder Situation von Schwäche, Schließen der Augen gegenüber eigenen Fehlern, Umschiffen von unbequemen Wahrheiten, konstanten Lügens auch sich selbst gegenüber, Selbstgerechtigkeit, Anschuldigungen Anderer und so weiter und so fort.“

„All das lässt deine Maschine unbeeinflusst. Sie ist schmutzig, an manchen Stellen rostig, und an anderen Stellen wurden Hilfsvorrichtungen platziert, die wegen ihrer falschen Arbeitsweise notwendig geworden sind“.

„Diese Hilfsvorrichtungen beeinflussen nun alle guten Absichten“.

„Sie werden Puffer genannt“.

Puffer ist eine Bezeichnung, die eine genauere Erklärung verlangt. Es ist allgemein bekannt, was auf Eisenbahnwaggons montierte Puffer sind. Sie sind Vorrichtungen, die den Schock lindern, wenn zwei Waggons aufeinanderprallen. Wären keine Puffer montiert, wären die Schocks beim Aufprall zweier Waggons sehr unangenehm und auch gefährlich. Puffer mildern das Resultat dieser Schocks und machen sie unbemerkbar“.

„Von der Funktion her identische Vorrichtungen können auch in Menschen gefunden werden. Sie sind künstlich erzeugt; nicht durch die Natur; sondern — wenn auch unfreiwillig — durch den Menschen selbst.

„Der Grund ihres Entstehens liegt in der Existenz vieler Widersprüche im Menschen; Widersprüche in Meinungen, Gefühlen, Sympathien, Worten und Taten. Wenn ein Mensch sein ganzes Leben hindurch alle diese Widersprüche in sich gefühlt hätte, würde er nicht so leben und agieren können, wie er das jetzt tut. Er würde ständige Reibung und Unruhe haben. Wir sehen einfach nicht, wie widersprüchlich und feindselig sich die unterschiedlichen Ichs unserer Personalität untereinander verhalten. Wenn ein Mensch all diese Widersprüche fühlen könnte, würde er fühlen, was er in Wirklichkeit ist. Er würde sich verrückt und irre fühlen. Es ist für jeden unbequem, sich irre zu fühlen. Zudem entzieht ein solcher Gedanke dem Menschen Selbstvertrauen, ‚Selbst-Respekt‘, und schwächt die Energie. Deshalb müssen die Gedanken des Widerspruchs so oder so gemeistert — oder verbannt — werden. Der Mensch muss entweder diese Widersprüche zerstören, oder einfach aufhören, sie zu sehen. Niemand kann Widersprüche zerstören. Aber wenn er Puffer erzeugt, hat er endlich Ruhe davon, den Aufprall von widersprüchlichen Anschauungen, Emotionen oder Wörter fühlen zu müssen“.

Puffer bilden sich langsam und schrittweise. Viele Puffer werden künstlich durch die Schulbildung erzeugt. Andere werden durch den hypnotischen Einfluss des allumfassenden Alltags erschaffen. Ein Mensch ist von Leuten umgeben, die durch Puffer und mit Puffer leben, sprechen, denken und fühlen. Die Imitation in ihren Meinungen, Taten und Worten erzeugt unfreiwillig Puffer auch in ihm selbst.

Puffer machen das menschliche Leben viel einfacher. Es ist sehr hart, ohne Puffer zu leben. Aber sie halten einen Menschen von der Möglichkeit einer inneren Entwicklung fern, da Puffer dafür gemacht sind, Schocks zu lindern; aber es sind gerade Schocks, die einen Menschen aus seiner aktuellen Lebenslage leiten können, d.h. aus ihr wachgerüttelt wird.

Puffer lullen den Menschen in den Schlaf; sie geben ihm ein zustimmendes und friedvolles Gefühl, dass alles gut sein wird, dass keine Widersprüche existieren, und dass er in Ruhe schlafen kann. Puffer sind Vorrichtungen, durch die ein Mensch immer recht haben kann. Puffer helfen, das Gewissen nicht zu spüren“. [Ouspensky, 1977]

Wir haben entdeckt, dass die Befassung mit Narzissmus und → Psychopathologie in unserer Welt der klarste und direkteste Pfad ist, mit Programmen, Puffern oder dem Geist des Räubers umgehen zu lernen. Die meisten Menschen dieser Welt sind narzisstisch und die meisten von uns sind von Narzissten aufgezogen. Die Welt selbst — Gesellschaft, Kultur, Wissenschaft, Religion — ist schwerlich von psychopathischen Einflüssen beeinflusst; und diese Einflüsse sind ein Grund dafür, dass die meisten potenziell gesunden Personen narzisstisch werden; es ist eine Art von Abwehr — ein System von Puffern.

So kommt es, dass wir in einer psychopathischen bzw. narzisstischen Welt neben unserer Aufzucht gleichzeitig auch Puffer großziehen, die uns von unserem wahren Selbst trennen und unsere Maschine dazu veranlassen, gewaltige Mengen an Energie zu verbrauchen, nur um gerade noch laufen zu können.

Und so nähern wir uns dem angesprochenen Problem auf einer sehr pragmatischen und praktischen Weise. Eine Person kann nichts wirklich unternehmen, bis sie psychologisch gesund ist; das bedeutet, Puffer zu entfernen, geistig über die Maschine herzugehen um sie gründlich und vorsichtig zu reinigen und neu zu verkabeln. Danach ist es am wichtigsten, neue Erfahrungen in einem Umfeld zu machen, dass diese Neuverdrahtung unterstützt.

Dann, natürlich, sollte man verstehen, wie die Welt inklusive ihrer Probleme entstanden ist; dies involviert unter anderem das Studium von Psychopathie. Das Studium von Psychopathie ist mit gutem Grund auch für einen anderen Zweck nützlich: Wenn man letztendlich die Charaktereigenschaften von Psychopathen begreift, hilft das, Spuren derselben Eigenschaften in der eigenen psychologischen Aufmachung zu identifizieren. Psychopathen sind wie Karikaturen, die durch ihre deutlich überzeichneten Merkmale helfen, diese besser erkennen zu können.


Die vielleicht zerstörerischste und daher wichtigste zwischenmenschliche Beziehung, die analysiert werden muss, ist jene mit psychologisch Abweichenden unserer Gesellschaft. In den letzten Jahren haben wir bedingt durch das Schreiben von Die Welle und die dabei gesammelten Erfahrungen insgesamt viel Nachforschungen in dem genannten Themengebiet betrieben, und dabei unerlässliche Arbeiten gefunden wie z.B. Without Conscience von Dr. Robert Hare, The Sociopath Next Door von Dr. Martha Stout, und The Mask Of Sanity von Dr. Hervey Cleckley. Als wir weiterforschten, bemerkten wir, wie viele Leute von diesem intraspezifischen3 Feind tatsächlich in Mitleidenschaft gezogen werden. Das heutige Ausmaß ist wahrlich epidemisch; und wie Forscher wie Robert Hare und Andrew Łobaczewski demonstrieren, führt der Effekt, den Psychopathen auf normale, gewissenhafte Menschen haben, unweigerlich zu tragischen Resultaten. Die Fähigkeit zu moralischen und logischen Schlussfolgerungen normaler Menschen wird durch das Einwirken von Psychopathen betäubt und verzerrt. Die betreffenden Menschen verwandeln sich dann im Wesentlichen in das, was sie versklavt. Nur durch rigoroses Analysieren dieser Dynamiken können wir uns selbst schützen.


Das Sparen persönlicher Energie erlaubt es uns, zu ‚wachsen‘, d.h., unsere Wahrnehmung auf höhere Ebenen von Bewusstsein auszudehnen. Es scheint, als ob dieses Konzept integraler Bestandteil der Idee ist, dass Wissen schützt. Es ist dieses ‚Wachstum‘ des Bewusstseins, das uns dafür qualifiziert, durch die kommende Welle bzw. Makrokosmischen Metamorphose, zu ‚graduieren‘.

Den C's zufolge besteht unsere Welt der 3. Bewusstseinsdichte genau aus dem, was wir innerhalb der 3. → Dichte wissen können — es ist unser Bewusstssein der 3. Dichte, dass uns hier hält. Wenn unser Bewusstsein wächst, werden wir fähig, uns an höhere Ebenen der Realität zu binden. Don Juan meint, dass alles, was wir als Menschen wissen und mit Worten beschreiben können, nur ein sehr kleiner Teil dessen ist, was eigentlich existiert. Es ist sozusagen nur eine Insel, auf der wir unsere Leben gänzlich verbringen.

Was liegt hinter der sichtbaren Welt?

Die C's sagen dazu, dass es ein → hyperdimensionaler Zustand der Existenz ist; teilweise physisch und teilweise ätherisch, mit einem größeren Gleichgewicht des Anteils dieser beiden Elemente als wir es hier haben, wo das Physische Überwiegt. Dieser ‚physische‘ Aspekt ist, worüber das Don Juan meint, dass er vom ‚Räuber‘ käme, und dass wir als physische Wesen von dem Geist des ‚Räubers‘ bedroht werden. Der Prozess, durch den uns der ‚Räuber‘ seinen Geist auferlegt, ist in dem Buch Politische Ponerologie wissenschaftlich als Ponerogenese bezeichnet worden. Ponerogenese ist der Effekt einer fast menschlichen Fassade des ‚Räubers‘ — sprich Psychopathie — auf normale Personen.

Aus Don Juans Perspektive ist das, was hinter den Grenzen der 3. → Dichte liegt, ein unergründliches Mysterium, das verbal nicht verstanden werden kann, aber von jedem mit genügend Energie beobachtet und erlebt werden kann.

Durch Ergänzung des Bekannten mit dem Unbekannten passiert die Vervollständigung des Selbst. Wenn ein Individuum den Prozess der Vervollständigung beginnt, beginnt es zu verstehen, dass die Realität der Welt lediglich eine Sache der Wahrnehmung ist. Wird es sich dessen bewusst, beginnt es, seine Wahrnehmung zu verändern.

Die C's haben uns zu verstehen gegeben, dass wir ‚Nahrung‘ für sich selbst dienende (STS) Wesen höherer Ebenen sind, d.h., dass diese sich Größtenteils von unserer Energie ernähren — manchmal aber auch von unserem Fleisch. Don Juan hebt hervor, dass diese Wesen uns in einem ‚Hühnerkäfig‘ gefangen halten, indem sie unser Denken kontrollieren. Die C's sagen im Wesentlichen dasselbe. Gurdjieff sprach darüber in Begriffen wie ‚mechanisch‘ oder ‚Nahrung für den Mond‘ zu sein. Die Matrix Filmtrilogie präsentierte eine ähnliche Idee (Menschen als ‚Batterien‘), dabei aussagend, dass die ‚Gesetze/Regeln‘ der Matrix ihr Fundament seien.

Unsere Körper können als Energiefelder angesehen werden, die laufend von anderen Energiefeldern beeinflusst werden — beispielsweise von Feldern von Planeten bis hin zu Feldern von Mitmenschen unseres Lebens — seien sie nun physisch präsent oder über psychologische Schnüre ätherischer Energie. All diese Felder beeinflussen uns. Die C's erwähnten bei vielen Antworten auf Fragen hinsichtlich meinen persönlichen Beziehungen, dass diese miteinander verbundenen Felder Mittel zur ‚Schwächung‘ oder ‚Kräftigung‘ unserer Energie sind; abhängig vom Typ der Interaktion.

Don Juan lehrte Carlos Castaneda, dass die Fremdenergie, mit der wir durch unsere persönlichen Begegnungen in Kontakt kommen, die eigene Energie noch über Jahre hinweg verzerren kann. Dasselbe Prinzip gilt auch umgekehrt: Wir können einen verzerrenden Einfluss auf Andere haben. Don Juan sagt, dass uns die verzerrte Energie bremst und uns unter einem ‚dunklen Bann‘ hält, weil sich die schwächende Wirkung mit unserem täglichen Leben überschneidet. Es ist einfach zu sehen, dass Don Juan die Tatsache zu vermitteln versuchte, dass diese Verzerrungen ‚energetische Verbindungen‘ aufbauen, wodurch die ‚Matrix‘ bzw. der ‚Räuber‘ unsere Energie kontinuierlich abziehen können. Diese Idee ist ein sich wiederholendes Thema in der Literatur.


„Unser Leben ist ein seltsames, dunkles Zwischenspiel auf einer elektronischen Anzeigetafel Gottes, dem Herrn“, oder so ähnlich schrieb der Dramatiker name(Eugene O´Neill). Strange Interlude war damals erfolgreicher als jedes andere amerikanische Bühnenspiel zuvor. Das publizierte Bühnenspiel wurde ein nationaler Bestseller — zum ersten Mal, dass ein Drama so großen Erfolg hatte — und O´Neill empfing für seine Arbeit den dritten Pulitzer Preis.

Die Kritiker waren 1928 nicht sonderlich davon begeistert; sie befanden die Verwendung psychologischer Theorie in der ersten Sprechzeile — vorgetragen von der Heldin des Stücks, Nina — als ‚naiv‘. Aber es war klar, dass in der Bevölkerung ein intensiver Akkord der Resonanz angeschwungen war. Sie reagierten mit Begeisterung auf diese neue Erforschung der Realität.

Strange Interlude erschien als Arbeit, die sich ernsthaft mit bisher unerforschten Facetten menschlicher Natur auseinandersetzte. Sie versuchte eine Art Grundlage zu etablieren, um neue Wege im Verstehen von menschlichen Trieben und Motivationen gehen zu können. O´Neill selbst schrieb in seinem Memoranda On Masks, dass die Verwendung von Masken uns dient, „die profunden, tief gehenden, versteckten Konflikte des Geistes auszudrücken, die uns die Untersuchungen der Psychologie weiterhin vorenthalten“. Zur selben Zeit sprach er über Masken als „eine Chance zur eloquenten, sprachgewandten Präsentation eines Sachverhaltes; eine neue Form des Dramas, das von einer frischen Einsicht in die inneren Kräfte menschlicher Aktionen und Reaktionen projiziert wird — ein Drama der Seelen“.


Ich möchte in diesem Buch Einsicht in die Dynamiken des Channelings und die dabei involvierten zwischenmenschlichen Beziehungen geben. Im Zusammenhang mit den dargestellten Szenen, die sich ‚hinter der Bühne‘ abgespielt haben, lässt sich ein Echo von O´Neills Ideen aus Strange Interlude erkennen, die O´Neill jedoch nicht vollständig darstellen konnte.

Der Leser wird bemerken, dass in der vorliegenden Buchserie ein Unterschied zwischen dem Psychologischen und dem Mystischen/Abstrakten vorgeschlagen wird. Der aufmerksame Leser wird weiters ein theologisch orientiertes Drama der Seelen erkennen. Auf diese Art gelangen wir zum Verständnis, dass die menschlichen Masken lediglich die Oberfläche von Dramen höherer Ebenen des Seins sind, und dass die psychologische Ebene lediglich unmittelbar unter der physischen Ebene liegt. Wir hoffen, dass der Leser noch viel tiefer sehen wird und versteht, was die C's versuchen uns über die Realität der Matrix, in der wir leben, mitzuteilen.

Der Film Matrix ist, in Fakt, die nächste Ebene der Enthüllungen, die nach O´Neills Strange Interlude folgen. Er ist weiters eine exzellente und praktische Metapher des Dramas das wir durchlebt haben, noch immer durchleben, und — oft selbst unbemerkt — auch andere durchleben. Wir hoffen, dass die Beschreibung unserer Erfahrungen und Lernprozesse für andere in ihrer Navigation durch die Matrix-ähnliche Realität von Nutzen ist. Es ist jener Lernprozess, das der das ‚Unsichtbare sichtbar‘ macht; gemeint ist damit nicht nur das Durchstoßen der Masken der physischen Symbole der Realität hin zum dahinterliegenden psychologischen Substrat, sondern — sogar noch tiefer — zu den theologischen Dramen der Seelen.


Zusätzlich zum Bereistellen einer ‚Navigationskarte‘ für andere, ist das, worüber ich Einsicht geben will, ebenfalls ein Akt der Rekapitulation. Nach Don Juan ist die Rekapitulation eine Übung im Erinnern, Überdenken, Freilassen und das Wiederaufladen von Energie, die in Dramen verlorengegangen ist. Rekapitulation entledigt eine Person von Meinungen und Vorurteilen. Sie befreit blockierte Energie und stellt Gleichgewicht her. Die wahre Funktion der Rekapitulation ist — und das wird von den sogenannten Toltec Lehren nicht näher erläutert — dass sie Bewusstheit und Aufmerksamkeit durch Wissen steigert. Mit erhöhtem Wissen und Aufmerksamkeit wird ein Individuum fähig, seinen eigenen Willen auszuüben, und sich für andere Handlungen zu entscheiden; z.B. die Beziehung zu jenen, die uns Energie entziehen, zu beenden.

Das Leben besteht aus Lektionen. Nicht mehr als das. Wir ‚bestehen‘ diese Lektionen, indem wir die verdeckten Dynamiken unserer zwischenmenschlichen Beziehungen sehen lernen. Sobald wir sie verstehen, können wir lernen, den destruktiven und belastenden Beziehungen ein Ende zu setzen. Falls es wahr ist, was die C's über Die Welle sagen, dann lernen wir die Lektionen der 3. Dichte, indem wir „einfache karmische Zusammenhänge“ verstehen. Deshalb ist der Prozess der Rekapitulation so wichtig. Durch das Verstehen unserer Fehler in der Vergangenheit können wir das Gelernte in der Gegenwart anwenden um uns in der Zukunft selbst zu schützen. Wir können uns, wie Gurdjieff sagt, „selbst erinnern“, und die Gegenwart für jegliches Ziel, das wir uns gesetzt haben, nutzen.

Carlos Castaneda schien nicht zu wissen, dass es noch eine andere Option gibt: Seine Lehre über Krieger und Magier schlug vor, dass die einzige Möglichkeit „frei“ zu werden darin bestünde, alle Verbindungen abzuschneiden und sich selbst psychisch — und in manchen Fällen sogar physisch — zu isolieren. Die C's schlagen jedoch noch einen anderen Weg vor: in einem Netzwerk, das daran ausgerichtet ist, anderen, die danach fragen, zu helfen bzw. zu dienen, zu netzwerken.

Der versteckte Schlüssel in den Lehren der C's, Don Juans oder Gurdjieffs ist, dass Menschen — bedingt durch die Genetik — nur das sind, was sie sind, aber dass sie sich durch das, was sie lernen, in einem gewissen Ausmaß verändern können. Vielleicht sollten wir hier kurz anhalten, um zu verstehen, wie so etwas möglich sein kann.


Eine Wasserschnecke ist ein ziemlich grundlegendes, einfaches Lebewesen. Sie kann nicht umherziehen oder fliegen, kommunizieren oder denken. Ihre Existenz besteht aus Essen und Fortpflanzung, nicht mehr. Aber, wenn ein Wasserstrahl auf ihre Kiemen gerichtet wird, zieht sie diese ein. Wenn der Wasserstrahl immer wieder auf ihre Kiemen trifft, hört das Einziehen mit der Zeit auf. Die Seeschnecke beendet eine Reaktion auf etwas, das sie als falschen Alarm identifiziert hat. Sie gewöhnt sich. Das ist Lernen. Vielleicht nicht Algebra, aber Lernen auf jeden Fall.

Wenn nun der Seeschnecke gleichzeitig mit dem Wasserstrahl ein elektrischer Impuls gegeben wird, zieht sie die Kiemen noch weiter ein — sie wird sensibilisiert. Sie kann weiters dazu konditioniert werden, ihre Kiemen selbst nach einem sanften Wasserspritzer einzuziehen, wenn dieser mit einem elektrischen Impuls kombiniert ist; sie tut dies auch dann, wenn nur der Wasserspritzer alleine auftritt. Das nennt man assoziatives Lernen.

Der Punkt ist: Die Seeschnecke verwendet nicht ihr Gehirn. Die Veränderungen finden im Nervengewebe im Unterleib statt. Nachdem Seeschnecken sehr große und einfache Zusammenschlüsse von Neuronen haben, sind diese sehr einfach zu studieren. Wissenschafter konnten bestimmen, was genau im Prozess des Lernens passiert. Wenn ein elektrisches Nervensignal eine Synapse erreicht, wird es in ein chemisches Signal umgewandelt. Das ist, wie wenn ein Zugpassagier in eine Fähre umsteigen muss, bevor er in einem anderen Zug weiterreist. Lernen scheint eine Veränderung in den Eigenschaften der Synapse zu sein. Die Synapse wird entweder geschwächt oder gestärkt; und bei diesem Transfer dreht sich alles um das Molekül namens Zyklisches AMP.

Es finden eine Reihe von chemischen Reaktionen statt, die in einer Aktivierung des Proteins namens CREB resultieren. Tiere, denen dieses aktivierte CREB fehlt, können lernen, aber sich nicht daran erinnern. Der Grund dafür ist, dass — falls aktiviert — CREB beginnt, Gene einzuschalten. Diese werden CRE Gene genannt, die auf Zyklisches AMP reagieren. Das menschliche CREB Gen liegt im Chromosom 2, und ein kritischer Teil davon liegt auch auf Chromosom 16. Nun scheint es, dass ein weiterer kritischer Teil auch auf Chromosom 21 gefunden wurde.

In Fruchtfliegen ist das System des Zyklische AMP in Gehirnregionen lokalisiert, die ‚Pilzkörper‘ genannt werden; das sind Erweiterungen von Neuronen, die wie Giftpilze aussehen. Eine Fliege, die keine Pilzkörper besitzt, ist unfähig zu lernen, da CREB und Zyklisches AMP in diesen Regionen arbeiten. (Nun sollte man einmal an die Pilz-Symbolik der alten Griechen denken! Mycenae — der Ort des Pilzes. Natürlich wollen uns die Okkultisten glauben machen, dass sie amanita muscaria (Fliegenpilz) geschlürft haben, aber taten sie das wirklich?)

Tief in der Schädelbasis liegt eine Struktur namens Hippocampus (dt. ‚Seepferdchen‘). Ein Teil des Hippocampus ist das Ammonshorn, auch Widder genannt. Im Ammonshorn liegt eine große Zahl pyramidenförmiger Neuronen, die die Eingangssignale anderer Neuronen sammeln. Ein Ausgangssignal aus einem pyramidenförmigen Neuron kann nur schwer abgefeuert werden; jedoch wenn zwei separate Eingangssignale gleichzeitig eintreffen, ist dies leichter möglich. Einmal abgefeuert, ist es viel einfacher erneut zu feuern, jedoch nur von jenen Eingängen, die ursprünglich beteiligt waren und nicht durch andere Eingänge. Folglich würden beispielsweise die Aussicht auf eine Pyramide und das Wort Ägypten eine pyramidenförmige Nervenzelle feuern lassen um so ein assoziatives Gedächtnis zu bilden. Das bedeutet, dass gleichzeitig auftretende Ereignisse assoziatives Lernen ermöglichen.

Neben und im Hippocampus wohnt der Mechanismus zur Erzeugung von Langzeitgedächtnis. Die dort ansässigen Zellen übermitteln die neu zu erzeugenden Langzeiterinnerungen an ihren Platz im Neocortex. Personen, deren Hippocampus klein ist, können besonders gut ‚verfahrensorientierte‘ Erinnerungen entwickeln; das heißt, sie können Dinge lernen, die Geschick erfordern, wie z.B. lesen, schreiben, Sätze konstruieren, Sprachen und Literatur lehren, Rituale durchführen, Daten aller Art sammeln, und sogar Gelehrte soweit nachahmen, dass der nicht unterscheidende Beobachter sehr einfach getäuscht werden kann.

Wenn jedoch in diesen Gehirnregionen Verletzungen oder genetische Defekte vorliegen, ist es wahrscheinlich, dass solche Individuen keine echte Fähigkeit zur Assoziation haben, um damit etwas wirklich Kreatives oder Neues zu tun.4

Das bedeutet, dass solche Personen nicht aus ihren Erfahrungen lernen, wenn es um die Extraktion eines zugrundeliegenden Prinzips geht, welches in zukünftigen Situationen auf einer puren Gedankenebene angewendet werden könnte. Wie Gurdjieff sagte, kann sogar großartige Literatur vollständig auf mechanische Art geschrieben werden.

Das lässt die Frage aufkommen, ob ein Teil des STS-Problems mit dem Hippocampus zusammenhängt, da, wie wir um Umgang mit solchen Individuen gelernt haben, Semantische Aphasie5 einer der auffälligsten Hinweise darauf ist, und da Psychopathen erstaunlich unbeholfen darin sind, langfristig zu begreifen, was selbstzerstörerisches Verhalten ist. Aber davon später mehr.


Zurück zur Rekapitulation. Falls sie richtig eingesetzt wird, scheint es ein Prozess zu sein, der ähnlich dazu ist, ‚mit einem Hammer zu denken‘6 und Assoziationen zu bilden. Rekapitulation kann eine Möglichkeit sein, Bewusstheit und Aufmerksamkeit zu steigern. Nach Don Juan bedeutet Rekapitulation, seine Erfahrungen breitzutreten und sie neu zu erleben. Man muss versuchen, jedes noch so kleine Detail zu erinnern. Wenn dies in einer Gruppe getan wird, ist es die Essenz dessen, was Apostel Paul gemeint hat als er sagte: „gestehe anderen deine Sünden“; bei dieser Aussage sollte im Kopf behalten werden, dass Gurdjieff den Vierten Weg auch als „Esoterisches Christentum“ bezeichnete. Die C's sagen dazu „Netzwerken“ und „es an die Luft lassen“. Das Resultat ist anscheinend — wie bereits erwähnt — dass Bewusstheit und Aufmerksamkeit gesteigert werden, und dass eine praktische Anwendung dessen, was durch die Rekapitulation gelernt worden ist, ermöglicht wird. Dadurch werden wir ermächtigt, unsere Energie zurückzufordern und bessere Entscheidungen treffen zu können, mit wem oder mit was wir uns in unseren täglichen Leben ‚verbinden‘.

Dies funktioniert, weil durch die Rekapitulation neue Prinzipien entdecken werden. Wir sehen auf ein reales Ereignis, erwägen den psychologischen ‚wahren‘ Grund und assoziieren damit den ‚theologischen‘ Grund. Das bedeutet, dass wir die pyramidenförmigen Zellen im Hippocampus feuern lassen, da wir uns dem stattgefundenen Ereignis auf mehreren Wegen gleichzeitig nähern. Das transportiert die gewonnene Information anschließend weiter in den Neocortex, wo neue Synapsen gebildet werden. Daraus entsteht erhöhte Denkfähigkeit bzw. -leistung, und eine positive Rückkopplung stellt sich ein.

Nach Don Juan beginnt das Rekapitulieren eines Ereignisses damit, alles Relevante und Brauchbare in seinem Geist zu arrangieren. Das bedeutet, das Ereignis Stück für Stück zu rekonstruieren, beginnend mit den physischen Details der Umgebung; danach die anwesenden Personen, um letztendlich zu seinen persönlichen Gefühlen und die Untersuchung des Selbst fortzuschreiten. Das ist extrem wichtig und der Leser wird in dieser Beschreibung Echos von Gurdjieffs Selbsterinnerung und die assoziativen Eigenschaften der Mehrfacheingaben in den Hippocampus bemerken.

Während Don Juan lehrte, dass Rekapitulation von tiefem Atmen und Vor- und Zurückneigen des Kopfes begleitet werden sollte, beschäftigen wir uns hier mit einer Form der Rekapitulation, die ein Netzwerk voraussetzt, damit wir das Beste in der uns unbekannten Situation machen und, während wir fortschreiten, alle weiteren Details dieses Prozesses selbst herausfinden können.


Unsere Realität — das System — rät standardmäßig von der Rekapitulation ab. Sie lehrt uns, zu „vergeben und zu vergessen“, „nett zu sein“ und strikt in Ideen und Begriffen der 3. Dichte zu denken. Wir beginnen zu begreifen, dass dies ein Programm ist und die Hauptursache darstellt, weswegen so viele von uns über Jahre hinweg leiden: wir versuchen „nett zu sein“, wenn etwas ganz klar nicht nett ist.

Und wie einfach werden wir überredet, nichts zu sehen, vom Denken aufzuhören, nichts zu prüfen und am besten keine auf solchen Wahrnehmungen basierende Entscheidungen zu treffen? Wir sind und wir werden dazu programmiert, keine „Post Mortems“ oder Ursachenanalysen unserer vergangenen Beziehungen durchzuführen, da dies als „Geschwätz“ betrachtet wird. Wir werden entmutigt über unsere laufenden menschlichen Interaktionen und alle Zeichen die wir dabei wahrnehmen zu sprechen, weil es „nicht angenehm“ oder „zweideutig“ oder was auch immer ist. Wir werden auf hunderten unterschiedlichen Arten darauf programmiert, unsere Interaktionen nicht zu untersuchen und schon gar nicht unsere eigene Sicht einzubringen oder gar mit anderen zu vergleichen.

Jene Personen, die ihre eigenen Erfahrungen gerne verstehen wollen und sie diese daher lebhaft kommunizieren, bemerken gelegentlich, dass sie wegen „Unbeständigkeit“ ihrer Meinungen verurteilt werden. Wer will schon als launisch oder unbeständig bezeichnet werden? Es wird ein „Paramoralismus“7 als Waffe gegen uns eingesetzt, um uns als Nahrung zu behalten.

Am Wichtigsten ist, dass die Matrix, die → Räuber, das System, bzw. die STS-Aufseher der 4. Dichte nicht wollen, dass wir durch die Erkenntnisse der Rekapitulation unser Leben in Griff bekommen. Sie wollen nicht, dass wir „hinter das laufende Programm kommen“ und uns deshalb weigern es fortzusetzen. Sie wollen nicht, dass wir die kleinen Hinweise, dass unsere Energie abgezogen wird, finden und verstehen, dass es nicht nur in Ordnung ist, sich von derartigen Individuen fernzuhalten, sondern sogar notwendig ist!

Es ist okay herauszufinden, dass man sich in jemandem getäuscht hat. Es ist okay zu entscheiden, dass man eine Beziehung nicht weiterführen muss, da man von seinen Erfahrungen und der Rekapitulation weiß, dass es unwahrscheinlich ist, dass sich die betreffende Person ändert; so unwahrscheinlich sogar, dass es nicht einmal wert findet, es in Erwägung zu ziehen. Es ist okay zuzugeben, dass wir unsere Entscheidungen auf eingeschränkten Informationen basierten, die nun durch genauere, vollständigere und tiefgehendere Informationen ersetzt worden sind. Es ist okay herauszufinden, dass wir zu einer Entscheidung nach der anderen manipuliert wurden die wir nie wollten, und wir uns jetzt entscheiden, nicht mehr manipuliert zu werden.

Wir dürfen unseren Geist so oft ändern, wie er sich nun mal ändert. Und wenn unser Geist offen und mit den unendlich vielen Möglichkeiten des Kosmos eingestimmt ist, kann das ziemlich häufig passieren.


An einem bestimmten Punkt der Geschichte, die ich hier nacherzählen möchte, erhielt ich ein E-Mail von einem Korrespondenten. In diesem E-Mail erzählte er mir wirklich hässliche Dinge über ein Individuum, das er als „Psychischen Vampir“ in seinem Leben identifiziert hatte. Er beschrieb ein Treffen bei dem er und der Psychische Vampir eine Diskussion mit zwei anderen Männern hatten; einer davon Schriftsteller, Filmproduzent, „Experte“ in „Heiliger Geometrie“ und Mystiker im Allgemeinen. Der Korrespondent beschrieb, wie dieser bekannte Mann sich nach zehn Minuten der Diskussion entschuldigte und einfach ging. Einige Tage später rief dieser meinen Korrespondenten zurück und teilte ihm mit, dass etwas mit diesem Psychischen Vampir überhaupt nicht stimme und er nicht bereit wäre, mit meinem Korrespondenten zusammenzuarbeiten, solange Interaktionen mit dem Psychischen Vampir Teil des Geschäfts wären.

Mein Korrespondent erklärte den Grund, warum er diese Warnung ignorierte. Er sei „ein Mann des Wortes. Ich halte mich an meine Versprechen“. Es endete für ihn damit, mehrere Jahre lang manipuliert und seiner Energie und Geld beraubt zu werden, seinem Ruf geschädigt wurde und ihm der Psychische Vampir letztendlich in den Rücken fiel. Wie ich in den folgenden Kapiteln berichten werde, wurden wir ebenfalls von einem Psychischen Vampir vereinnahmt.

Kurz gesagt, er wurde vorgewarnt. Nicht nur durch seine Instinkte, da er zugab dass er sich wegen dem Geschäft unbehaglich fühlte, sondern auch durch jemanden, der ihm klar und deutlich ins Gesicht sagte: „Ich kann solange nicht mit dir verkehren, als du mit ihm in Verbindung stehst“. Der Typ, der das sagte, wusste anscheinend über die Konservierung von Energie — wie diese abgeführt wird, wie man solche Personen erkennt, und wie man die Interaktion ablehnt —, Bescheid.

Und das ist es, was wir am notwendigsten lernen müssen.

Was sagte mein Korrespondent nochmal? „Ich bin ein Mann meines Wortes. Ich hatte ein Versprechen gemacht“. Dann rate mal! Das ist ein paramoralistisches Programm! In diesem Fall spielt es auf dem, worauf wir programmiert sind, es für „moralisch korrekt“ zu halten. Wie kann man sich selbst zu seinem Versprechen an ein Individuum verpflichten, dass dieses durch nur durch Betrug gewonnen hat? Wenn eine Person das Versprechen erhält, Geld zu bekommen weil sie Bankrott ist, und man im Nachhinein dahinterkommt, dass sie ein Millionenbetrüger ist, borgt man ihr dann weiterhin Geld? Es beginnt hier ein nagender Verdacht aufzukommen, das dies der wahre Grund war, warum Jesus lehrte, niemals ein Versprechen zu machen: weil neue Information zu jedem Zeitpunkt unsere Perspektive, die Realität und unser Leben verändern kann. Wir sollten immer frei sein; frei, jederzeit unsere Richtung verändern zu können; ähnlich zum Kapitän eines Schiffes, der wegen verschiedenen externen Einflüssen — wie z.B. Wind und Strömungen — laufend Änderungen des Kurses vornehmen muss. Das Leben ist genau so: Es gibt Wind, es gibt Strömungen und es ist ein wenig chaotisch. Wenn wir nicht analysieren und aufmerksam sind, werden wir fernab unseres Kurses enden und niemals unser Ziel erreichen.


Der Großteil dieses Bandes besteht aus Rekapitulation. Es ist die Verrichtung eines Kraftaktes. Aber es ist nicht nur meine Rekapitulation; es ist die Rekapitulation einer größeren Gruppe und Seelendynamik. Es ist die Handlung des Öffnens einer Tür zu anderen Realitäten; denn während ich fortfahre — und dabei zurückdenke, meine Erinnerungen studiere, versuche so genau wie möglich zu sein, nachdenke warum ich so-oder-so handelte und fühlte, sehe, wie die unterschiedlichen Personen agierten oder reagierten, durch die Transkripts und Notizen blättere — sehe ich, dass sich das meiste Material der C's erst jetzt zusammenfügt und auf viele überraschende Arten Sinn macht.

Weiters erkenne ich jetzt folgendes: In jeder einzelnen Situation, in der ich meine Worte zurückhielt, tat ich dies aus den oben genannten Gründen: Ich hielt mich an die etablierten „Regeln“, vertraute, versuchte „dem Gegenüber zu schmeicheln“ oder einfach nur nett zu sein. Wie die C's hervorgehoben haben, ist die Erwartungshaltung, dass sich etwas sofort verändert nachdem man das laufende Programm entdeckt, „Wunschdenken“. Und Wunschdenken ist die Essenz des Dienstes am Selbst, STS).

Zu jener Zeit, als wir den vielen Attacken — die ich hier enthüllen will — ausgesetzt waren, teilten wir uns niemandem mit; wir schrieben nicht darüber und behandelten alles persönlich, nur um jenen Personen die Möglichkeit zu geben, die schweren Verletzungen uns gegenüber wiedergutzumachen. Wir haben immer erwartet, dass sie einfach aufwachen um zu sehen, dass wir nicht ihre Widersacher sind, uns nicht in ihre Leben einmischen wollen und ganz einfach nur unser Recht auf eigene Entscheidungen haben wollen — auch wenn diese beinhalten, mit jenen Personen in keiner Weise in Verbindung zu stehen. Wir wollten zu verstehen geben, dass die gemeinsamen Energien einfach nicht zusammenpassen und daher getrennte Wegen gehen wollen. Auf jeder Stufe dieses Prozesses warteten und hofften wir, dass sie das endlich verstehen würden. Aber es scheint, als ob das bei Leuten, die voll von Selbstherrlichkeit sind, niemals möglich ist. Solche Individuen werden sehr wütend, wenn ihre Selbstherrlichkeit provoziert wird. Sie reden sich dann selbst in einen Zustand der „Selbstgerechten Empörung“; aus dem Grund, dass irgendjemand es wagt, sich einer Verbindung bzw. Vereinigung mit ihnen zu verweigern; dass irgendjemand auf seinem Recht auf einen eigenen Platz besteht; dass irgendjemand es wagt, sie wie einen Narren aussehen zu lassen.

Und dann gehen sie hinaus und machen sich selbst zum Narren.

Hier kommen wir zum Kernpunkt: Wenn wir erkennen, dass unsere Energiefelder nicht „kompatibel“ mit anderen Individuen sind, oder ein Energieverlust auftritt, haben wir das Recht uns zu distanzieren. Wir haben nicht nur das Recht dazu, sondern wenn wir wahrlich höheres Wissen suchen, ist das eine Notwendigkeit.


Wie wir bereits Don Juan zitiert haben, ist die Rekapitulation eine Übung im Erinnern, im Nachprüfen, im Befreien und Wiederaufladen von Energie. Und so wollen wir eine Serie von Begegnungen mit solchen Individuen, die Don Juan als „Kleine Tyrannen“ bezeichnet, nacherzählen. Aber bevor es soweit ist, möchte ich Don Juans Geschichte über seinen eigenen Kleinen Tyrannen präsentieren, die in Carlos Castanedas Buch Das Feuer von innen erzählt ist. Es ist ein entzückender und köstlicher Bericht tiefer und wichtiger Prinzipien der Bewusstheit, Aufmerksamkeit und Konservierung von Energie. Ich empfehle dem Leser, das betreffende Kapitel in Castanedas Buch vollständig nachzulesen. Jedes Mal wenn ich es lese muss ich herzlich lachen, da dieselbe Situation, die im vorliegenden Band diskutierten werden soll, so humorvoll dargestellt ist: Es geht um Kleine Tyrannen die versuchen, uns bis in den Wahnsinn zu plagen. Wie Don Juan sagte, „ein Krieger, der zufällig über solch einen Kleinen Tyrannen stolpert, von Glück sagen kann… Sonst müsste man ausziehen und sich einen suchen“. Wenn ein Individuum „es mit den Kleinen Tyrannen aufnehmen könne, sicherlich auch dem Unbekannten straflos gegenübertreten dürfe. Und wer dies vermöchte, der könne sogar die Gegenwart des nicht Erkennbaren ertragen“ — das ist die Zielsetzung. In anderen Worten, wir dürfen sehr dankbar für Kleine Tyrannen in unseren Leben sein. Dass wir sie haben — und heute auch noch so viele davon — gibt mir große Hoffnung dass durch den Prozess der Rekapitulation, unterzogen mit Selbstbeherrschung, das pragmatische Ziel des Dienstes am Anderen erreicht wird.


Castanedas Kapitel über Kleine Tyrannen beginnt mit der Nachricht von Don Juan an Carlos Castaneda, dass sie spazieren gehen sollten um sich „zu setzen und zu reden“. La Gorda, eine andere Studentin von Don Juan, erfährt zufällig, dass Don Juan sich privat mit Carlos treffen wird und nimmt an, dass die beiden hinter ihrem Rücken über sie sprechen werden. Don Juan bestätigt ihr das und entfernt sich gemeinsam mit Carlos zum Spaziergang.

Als die beiden allein sind, sagt Don Juan zu Carlos, dass er es ihr nur deswegen gesagt habe „um ihre gewaltige Selbstherrlichkeit zu provozieren. Und, siehst du, es hat geklappt. Sie ist wütend auf uns. Wie ich sie kenne, wird sie jetzt schon lange genug auf sich selbst eingeredet haben um ihr Selbstvertrauen und ihre selbstgerechte Empörung wiederherzustellen, nur weil sie zurückgewiesen wurde und sich selbst als Narr hingestellt hat. Ich wäre nicht überrascht, falls sie hier auf der Parkbank über uns hereinbricht“. Er führt näher aus: „Selbstherrlichkeit ist unser größter Feind. Denk darüber nach — was uns schwächt ist unser Gefühl, durch Taten und Missetaten unserer Mitmenschen verletzt zu sein. Unsere Selbstherrlichkeit führt dazu, dass wir den Großteil unseres Lebens damit verbringen, uns von jemanden gekränkt zu fühlen“.

Als Carlos das Entledigen von Selbstherrlichkeit mit den Dikta der Kirche über das Böse von Sünden vergleicht, antwortet Don Juan, „Krieger bekämpfen ihre Selbstherrlichkeit nicht aus Prinzip, sondern aus Strategie. Du machst nur den Fehler, meine Worte unter moralischem Blickwinkel zu sehen“. Er erklärt, dass Carlos das, was er in Don Juan als ‚moralisch‘ sieht, in Wahrheit seine Unfehlbarkeit — sein angemessener Einsatz von Energie — ist. Werden „Verhaltensmuster, die nicht essenziell für unser Überleben und unsere Gesundheit sind“ richtig erkannt, wie z.B. die Aktivität der Selbstherrlichkeit, ist man in der Lage, Unnötiges und Schwächendes zu eliminieren. „Eines der ersten Anliegen von Kriegern ist, diese Energie zu befreien um damit dem Unbekannten zu begegnen“.

Der Prozess des Umleitens dieser Energie involviert sechs zusammenspielende Elemente, wovon fünf „die Attribute der Kriegerschaft“ genannt werden — Kontrolle, Disziplin, Geduld, Zeitwahl („Timing“) und Willenskraft. Während diese fünf zu der inneren Welt des Kriegers zählen, bezieht sich das sechste Element auf die externe Welt: Und wir bezeichnen es als der „Kleine Tyrann“. „Ein Kleiner Tyrann ist ein Quälgeist. Es ist jemand, der die Macht über Leben und Tod von Kriegern hat oder ihn so lange plagt, bis er seinen Weg verlässt“. Über den unbeugsamen Humor kommentierend, den die „neuen Seher“ zur Klassifizierung ihrer Kleinen Tyrannen verwendeten, sagt Don Juan zu Carlos:

Im Einklang mit ihrer Praxis, so erzählte Don Juan, hätten die neuen Seher sich berechtigt gesehen, an die Spitze ihres Systems die primäre Quelle aller Energie zu stellen, den einzigen Herrscher im Universum — und sie nannten ihn einfach den Tyrannen. Alle übrigen Despoten und Machthaber stünden natürlich unendlich weit unter dem Tyrannen. Verglichen mit der Ursache von allem, seien auch die schrecklichsten menschlichen Tyrannen nur Clowns; und daher bezeichne man sie als die „kleinen Tyrannen“, pinches tiranos.

Er sagte, es gebe zwei Untergruppen von kleinen Tyrannen. Die erste Untergruppe bildeten jene kleinen Tyrannen, die einen plagten und elend machten, ohne einen wirklich zu Tode zu bringen. Dies seien die „schäbigen kleinen Tyrannen“ — pinches tiranitos. Die zweite Gruppe bildeten jene kleinen Tyrannen, die nur ärgerlich und unendlich lästig seien. Dies seien die „albernen kleinen Tyrannen“ — repinches tiranitos, oder die „klitzekleinen Tyrannen“ — pinches tiranitos chiquitos. […]

Die schäbigen kleinen Tyrannen, fuhr er fort, ließen sich nochmals in vier Gruppen unterteilen: die einen, die uns brutal und gewalttätig plagen; die anderen, die uns durch Bosheit und Tricks erschrecken; wieder andere, die uns traurig machen. Und schließlich jene, die den Krieger quälen, indem sie ihn rasend wütend machen. […]

„Mein Wohltäter sagte stets, dass ein Krieger, der zufällig über solch einen kleinen Tyrannen stolpert, von Glück sagen kann. Denn es gehört Glück dazu, einem kleinen Tyrannen von selbst zu begegnen. Sonst müsste man ausziehen und sich einen suchen“.

Eine große Errungenschaft jener neuen Seher aus der Zeit der Konquista sei es gewesen, dass sie — wie Don Juan sich ausdrückte — einen Drei-Phasen-Schritt entwickelten. Weil sie die Natur des Menschen verstanden, so sagte er, seien sie zu dem unbestreitbaren Schluss gelangt, dass ein Seher, der es mit den kleinen Tyrannen aufnehmen könne, sicherlich auch dem Unbekannten straflos gegenübertreten dürfe. Und wer dies vermöchte, der könne sogar die Gegenwart des nicht Erkennbaren ertragen.

„Der Durchschnittsmensch wird vielleicht einwenden“, sagte er, „dass der Satz eigentlich umgekehrt lauten müsste: Ein Seher, der dem Unbekannten gegenübertreten kann, dürfte es auch mit den kleinen Tyrannen aufnehmen. Aber so ist es nicht. Und genau diese Annahme trug zum Untergang der alten Seher bei. Wir wissen es heute besser. Wir wissen, dass nichts den Geist eines Kriegers so zu stählen vermag, wie die Herausforderung, sich mit unmöglichen Leuten in Machtpositionen herumzuschlagen. Nur in solchen Situationen findet der Krieger die Nüchternheit und Gelassenheit, die er braucht, um die Gegenwart des Unbekannten zu ertragen“.

Erst nachdem die Seher mit den Spaniern der Konquista (Eroberung) umgehen lernten, wurden sie überhaupt erst fähig, mit anderen Dingen umzugehen. In einer Zeit ohne Kleine Tyrannen dieses Ausmaßes fand Don Juan trotzdem ein „königlich“ großen. Zu jener Zeit fand es Don Juan jedoch schwer, sich über ihn zu freuen.

Don Juan erzählt Carlos eine Geschichte von seinem eigenen Kleinen Tyrannen. Als er nicht einmal zwanzig Jahre alt war, wurde er im Wesentlichen in die Sklaverei verkauft, wenngleich er den Eindruck hatte, einen gut bezahlten Job am Land einer reichen Familie zu haben. Der Vorarbeiter der Ranch, der sich selbst als „nicht unkluger Indianer“ mit wenig direkten Verwandten bezeichnete, sah ihn als den perfekten Arbeiter! Don Juan wusste kurz nach seiner Ankunft, dass er fliehen muss. Er wurde aber nach seinem ersten Fluchtversuch mit einer Kanone zurückgehalten. Er arbeitete drei Wochen lang in erschöpfender Arbeit unter dem allgegenwärtigen Vorarbeiter, der ihm durch die dauernde Gefahr von Waffen tyrannisierte.

Nachdem er realisierte, dass der Vorarbeiter mit dem Mann an der Zuckermühle, wo Don Juan zuvor arbeitete, unter einer Decke steckte, Indianer in die Sklavenarbeit zu verkaufen, unternahm Don Juan nach einer Randale einen Fluchtversuch durch die Küche hinaus zur Eingangstüre. Doch der Vorarbeiter war schneller, schoss ihm in die Brust und ließ ihn zum Sterben auf dem Boden liegen. Glücklicherweise wurde er durch einen Wohltäter gefunden, der ihn gesund pflegte. Don Juan sagt zu Castaneda, „Als ich meinem Wohltäter die ganze Geschichte erzählte, konnte dieser sich vor Begeisterung kaum halten: Dieser Vorarbeiter ist wirklich ein Hauptpreis', sagte mein Wohltäter. Er ist viel zu gut, um so eine Gelegenheit zu vergeuden. Eines Tages musst du in dieses Haus zurückkehren.‘ Ich höchsten Tönen pries er mein Glück, dass ich unter Millionen gerade diesen einen, mit fast unbegrenzter Macht, gefunden hatte. Ich glaubte, der Alte sei verrückt geworden. Es dauerte viele Jahre, ehe ich verstanden hatte, wovon er sprach“. Don Juan berichtet Carlos anschließend, dass er drei Jahre später in das Haus zurückkehrte. Sein Wohltäter „entwickelte eine Strategie, die auf den vier Attributen der Kriegerschaft aufbaut: Kontrolle, Disziplin, Geduld und Timing“.

Sein Wohltäter, sagte Don Juan, habe ihm genau erklärt, wie er es anstellen müsse, um die Auseinandersetzung mit diesem Scheusal zu seinem Vorteil zu wenden. Und er habe ihn auch die ersten vier Schritte auf dem Weg des Wissens gelehrt, wie die Seher sie kannten: Der erste Schritt ist die Entscheidung, Lehrling zu werden. Nachdem der Lehrling sein Bild von sich selbst und von der Welt verändert hat, tut er den zweiten Schritt und wird ein Krieger, was bedeutet, dass er höchster Disziplin und Selbstkontrolle fähig ist. Der dritte Schritt, nachdem auch Voraussicht und Timing erlernt sind, besteht darin, ein Wissender zu werden. Wenn der Wissende sehen lernt, hat er den vierten Schritt getan und ist ein Seher geworden.

Don Juan lehrte anschließend Carlos die Wichtigkeit Kleiner Tyrannen und sagte ihm, dass „die Idee, einen Kleinen Tyrannen zu Nutzen, nicht nur dazu dient, den Geist des Kriegers zu vervollkommnen, sondern auch zum dabei „Vergnügen und Glück“ zu finden. In Fakt war Don Juans Vorarbeiter ein Nichts im Vergleich zu den Tyrannen der Eroberung.

Der Durchschnittsmensch, erklärte Don Juan, mache den Fehler, den kleinen Tyrannen ohne eine Strategie zu begegnen, auf die er sich stützen könnte; es sei die fatale Schwäche des Durchschnittsmenschen, dass er sich selbst zu ernst nehme; genau wie die kleinen Tyrannen, messe er seinen Handlungen und seinen Gefühlen zuviel Gewicht bei. Der Krieger dagegen habe nicht nur eine wohldurchdachte Strategie, er sei auch frei von Selbstherrlichkeit. Was seine Selbstherrlichkeit im Zaum halte, sei die Erkenntnis, dass die Realität nur eine von uns selbst gegebene Deutung ist. Dieses Wissen habe den Sehern einen entscheidenden Vorteil vor den einfältigen Spaniern eingeräumt.

Nachdem seine Stärke wiederhergestellt war, schaffte es Don Juan den gleichen Job nochmals zu bekommen; er wurde von seinen Vorgesetzten jedoch nicht wiedererkannt.

Alles geschah in derselben Reihenfolge wie damals. Doch die Strategie sah vor, Don Juan solle von Anfang an jede Zahlung an den Vorarbeiter verweigern. Der Mann war noch nie abgewiesen worden, und er verlor seine Selbstsicherheit. Er drohte an, Don Juan aus dem Job zu feuern. Don Juan drohte zurück und sagte, er werde direkt zum Hause der Dame gehen und mit ihr persönlich sprechen. Don Juan wusste, dass die Frau, die Gattin des Fabrikbesitzers, von den Geschäften der beiden Vorarbeiter nichts wusste. Er erzählte dem Vorarbeiter, er wisse wohl, wo sie wohnte, denn er habe schon einmal, bei der Zuckerrohr-Ernte, auf den angrenzenden Feldern gearbeitet. Der Mann verlegte sich aufs Feilschen, und Don Juan verlangte nun seinerseits Geld von ihm, bevor er sich bereitfinden wollte, in das Haus der Dame zu gehen. Der Vorarbeiter lenkte ein und drückte Don Juan ein paar Scheine in die Hand. Don Juan war sich völlig klar, dass das Einlenken des Vorarbeiters nur eine List war, um ihn in dieses Haus zu locken. […]

„Kaum war ich dort, lief ich ins Haus und suchte die Dame. Ich fand sie und fiel vor ihr auf die Knie und küsste ihr die Hände und dankte ihr. Die beiden Vorarbeiter standen da, blass vor Wut.

Der Vorarbeiter vom Hause benahm sich genau wie beim ersten mal. Aber ich hatte das richtige Rüstzeug, um mit ihm fertigzuwerden. Ich hatte Kontrolle, Disziplin, Geduld und das richtige Timing. Es kam genau, wie mein Wohltäter es geplant hatte. Meine Kontrolle erlaubte mir, den irrsinnigsten Forderungen des Mannes zu gehorchen. Was uns meist in solchen Situationen schwächt, ist die Verletzung unserer Selbstherrlichkeit. Jeder, der nur ein Fünkchen Stolz hat, zerbricht daran, so unwürdig behandelt zu werden“.

Diesmal, anstatt sich selbst leid zu tun, kontrollierte sich Don Juan ständig, die Stärken, Schwächen, und persönlichen Marotten seines Vorgesetzten, des Vorarbeiters, herauszufinden. Während seine Stärken kühn und brutal waren, war seine Schwäche, dass er seine Arbeit mochte — er konnte daher Don Juan nicht vor Zeugen töten, da er sonst seine Position verlieren würde. Denn er war auch ein Familienmensch, der Frau und Kinder in einem naheliegenden Haus hatte.

Geduld zu haben bedeutete, den richtigen Moment des Handelns abzuwarten, während die Torturen der Sklaverei ertragen und die Rolle des unwissenden Arbeiters perfekt gespielt werden.

Er verwendete auch die von seinem Gönner gelernte Methode, die Systematische Provokation, indem er — wie seine Vorfahren — bei den Oberschichten der katholischen Kirche Schutz suchte. Er kniete täglich vor der Hauptfrau des Hauses, rief sie als Heilige an und bittete um ein Medallion, um für sie beten zu können. Der Vorarbeiter war bleich vor Wut als er erfuhr, dass sie das Medallion Don Juan nicht nur gegeben hatte, sondern dass er die anderen Arbeiter dazu gewonnen hatte, ebenfalls bei Nachts für die Dame zu beten.

Jeden Tag schickte er mich in den Stall zu den Hengsten, denn er hoffte, sie würden mich tottrampeln. Aber ich hatte mir eine Planke aus dicken Bohlen gemacht, die ich in einer Ecke festklemmte, um dahinter Schutz zu suchen. Der Mann ahnte nichts davon, denn er verabscheute die Pferde — eine weitere seiner Schwächen, und eine tödliche, wie sich zeigen sollte.

Das Timing, sagte Don Juan, sei jenes Attribut des Kriegers, das darüber entscheide, wann alles, was er bis dahin zurückgehalten hat, entfesselt werden soll. Kontrolle, Disziplin und Geduld seien wie ein Damm, hinter dem alles aufgestaut werde. Das Timing sei wie die Schleuse in diesem Damm.

Don Juan fand den perfekten Moment, die Gewalt des Vorarbeiters unter dem Schutz der Anwesenheit der anderen Arbeiter außer Gefecht zu setzen. Er beleidigte ihn, indem er in sein Gesicht behauptete, er hätte von der Frau des Bosses, der Hauptfrau, Angst. Der Mann kam in Rage, aber zu diesem Zeitpunkt kniete Don Juan bereits andächtig vor der Hauptfrau.

Als die Dame dann ins Haus gegangen war, erzählte Don Juan, riefen der Vorarbeiter und seine Freunde ihn hinters Haus, angeblich, um ihm irgendeine Arbeit zu befehlen. Der Mann war blass im Gesicht. Und seine Stimme verriet, was er in Wirklichkeit mit Don Juan im Sinn hatte. Darum gab Don Juan vor, er wolle gehorchen, doch er kam nicht hinter das Haus, sondern lief zu den Stallungen hinüber. Die Pferde, so hoffte er, würden einen solchen Radau machen, dass die Herrschaften herauskämen, um nachzusehen, was los sei. Und dieser Mann, das wusste er, würde es nicht wagen, auf ihn zu schießen. Es wäre viel zu laut gewesen, und außerdem hatte der Mann zuviel Angst, seinen Job aufs Spiel zu setzen. Don Juan wusste auch, dass der Mann sich nicht zu den Pferden hineintrauen würde — es sei denn, man reizte ihn zum Äußersten8.

Don Juan sprang in den Stall mit den wildesten Hengsten und versteckte sich hinter den Brettern, die er dazu vorbereitet hatte. Der Kleine Tyrann ließ sich blind vor Wut in den Stall und wurde mit einem Tritt von einem Hengst getötet.

Don Juan sagt zu Carlos, „Mein Wohltäter erklärte mir etwas sehr Interessantes. Geduld bedeutet, all das zurückzuhalten, von dem der Krieger weiß, dass es rechtsmäßig gebührend ist. Es bedeutet nicht, dass ein Krieger herumzieht und etwas Mutwilliges plant, oder jemandem etwas heimzahlen will. Geduld ist etwas Unabhängiges. Solange der Krieger Kontrolle, Disziplin und Timing hat, sorgt die Geduld dafür, dass alle, die es verdienen, es auch gebührend bekommen“.

Carlos fragt Don Juan, was die Niederlage in einer Begegnung mit einem Kleinen Tyrannen ausmacht. „Jeder, der sich dem Kleinen Tyrannen anschließt, wird besiegt“, antwortete er. „In Zorn zu handeln, keine Kontrolle oder Disziplin zu haben, keine Geduld zu haben, heißt besiegt zu werden“.

Wichtig ist, dass diese Dynamik der Kleinen Tyrannen der fundamentale → Verfütterungsmechanismus der 3. Dichte ist. Er stellt somit den psychologischen Grund bzw. „wirklicher Grund“ der Begegnung dar — das ist die Schnittstelle zwischen den Ereignissen unserer Leben und dem theologischen Drama.

Don Juan erzählte die Geschichte, die eine Interaktion karikiert, damit wir die Hauptmerkmale durch Assoziation einfacher „erkennen “ können.

Um die Klassifikationen der Kleinen Tyrannen genauer darzustellen, erklärt Don Juan, dass die „Hauptquelle“ der Energie, oder „Der Gebieter des Universums“, „Der Tyrann“ ist. Das hallt in Gurdjieffs Sufi'scher Idee wieder, dass unsere Welt durch einen „Bösen Magier“ betrieben wird. Die Idee passt auch zum gnostischen Demiurg9 und der von den C's vorgestellten Idee der STS Hierarchie, die unsere Welt aus der 4. Dichte heraus dominiert. Im Vergleich mit diesem Matrix-Kontrollsystem, dem Tyrannen, sind selbst die schlimmsten Despots10 und Autoritäten unserer Realität nur „Kleine Tyrannen“. „Kleine Tyrannen“ wären demnach jemand wie Adolf Hitler, Josef Stalin, Torquemada und andere, die die Macht über Leben und Tod anderer Menschen haben11. Eine Stufe unter ihnen sind die „Sehr Kleinen Tyrannen“ und die „Winzig Kleinen Tyrannen“.

Don Juan erklärt anschließend, dass die „Sehr Kleinen Tyrannen“ noch weiter in vier Kategorien eingeteilt werden können: eine, die mit Brutalität und Gewalt peinigt; eine andere, die durch Hinterlist unerträgliche Besorgnis hervorruft; jene, die durch Traurigkeit bedrücken; und zuletzt jene, die Krieger wütend machen. Wir werden bemerken, dass dass ein und derselbe Kleine Tyrann zu verschiedenen Zeiten durch jeden dieser vier Modi operieren kann.

Der Zweck des Kleinen Tyrannen in unseren Leben ist, uns Distanziertheit bzw. Leidenschaftslosigkeit zu üben. Es ist herausfordernd mit unmöglichen Personen umzugehen, aber während wir das tun, eignen wir uns Nüchternheit und Gelassenheit an. Kurz, aus Feuer kommt Licht.


Don Juan beschrieb die Schritte zur Nutzung Kleiner Tyrannen, um ein erweitertes Bewusstsein zu erreichen. Der erste Schritt ist, sich bewusst zu entscheiden die Wahrheit zu sehen. Wie Gurdjieff bemerkte, muss die Frage „brennend“ sein. Neo, in Matrix, hatte einen „Dorn in seinem Geist“. Die C's sagen dazu „an diesem Punkt des Lernzyklus“ zu sein.

Der nächste Schritt ist, seine Ansichten über sich selbst und die Welt zu verändern. Das bedeutet, nicht länger die politische Linie der Matrix zu akzeptieren, und mit der Arbeit — unter der Oberfläche zu graben — zu beginnen. Dieser Vorgang offenbart bzw. enthüllt dem Suchenden Hinweise, Anzeichen und Beweise für die Existenz einer hyperdimensionalen Realität, in die unsere eigene Realität eingebettet ist. Ist diese Bewusstwerdung einmal vollzogen, muss sich das Individuum entscheiden, ob es zu dieser anderen Realität Zugang haben will, oder sich mit der altbekannten Realität begnügt. Im Film Matrix wurde dies als Entscheidung zwischen einer roten oder blauen Kapsel dargestellt.

Das ist im Wesentlichen die Entscheidung, ob man ein Krieger wird oder nicht. In mythischen Begriffen ist ein Krieger jemand, der zur Selbstdisziplin und zur Kontrolle über sich selbst fähig ist; denn das ist es, was für den nächsten Schritt — eine Person des Wissens zu werden — notwendig ist. Es geht um jenes Wissen, das nur durch die Integration des höheren Geistes in der Realität der 3. Dichte zugänglich wird. Dies ist die Saat des Wachstums des Selbst in die 4. Dichte, wo auf das Wissen direkt zugegriffen werden kann. Unglücklicherweise wurde dieses Verständnis durch viele New Age-Lehren entgleist, wodurch die Bedeutung von „Intelligenz des Herzens“ in Dinge wie „Gefühle“, „Emotionen“ oder bedingungslose „Liebe“ verändert wurde.

Gurdjieff nennt den Vorgang „Verschmelzung“. Er erklärt, das innere Einheit mittels „Reibung“ geschaffen wird; einem Abmühen bzw. Ringen zwischen „Ja“ und „Nein“ im Menschen. Und hier finden wir die Nützlichkeit der Kleinen Tyrannen. Sie erzeugen Reibung in unseren Leben. Sie sind lästig, irritierend und unangenehm. Sie können uns durch ihre Ansprüche auf unsere Zeit und Aufmerksamkeit, erzwungen durch Haken von Mitleid und Manipulation, Energie entziehen. Sie können uns belügen, Anfälle bekommen, Theater Selbstgerechter Empörung — die nur auf ihren Illusionen basiert — vorspielen, unsere Privatsphäre und freien Willen verletzen und sind darüber hinaus zu einer ganzen Schar anderer „lustiger“ Aktivitäten zu haben. Aber dabei dienen sie uns als Gegner — ähnlich wie beim Boxen — die uns Geduld und Timing lehren. Natürlich ist das nicht ihre Absicht. Aber es verhält sich genau wie in Goethes Stück, als Mephistopheles zu Faust sagt, „Ich bin ein Teil von jener Kraft, die stets das Böse will und stets das Gute schafft“.

Folgende Produkte der → STS-Maschinerie sind Teil unserer Wirklichkeit: Die Matrix, der → Räuber, der Böse Magier, das STS Kontrollsystem der 4. Dichte, Entropie, Chaos, …; das alles wird durch Agenten, „Richtungsvektoren“ (ablenkende Wegweiser bzw. Irrlichter), Sirenen, … (das alles sind psychopatische Kleine Tyrannen) verwirklicht.

Wenn wir mit Kleinen Tyrannen erfolgreich geübt haben, sind wir zum vierten Schritt bereit: Seher zu werden. Damit meinen wir nicht Hellseher, die in Kristallkugeln blicken; die Bedeutung liegt darin, zu sehen, was real ist.


So kommt es, dass eine Strategie notwendig ist, wenn wir einen Kleinen Tyrannen in unseren Leben entdecken, um ihn dazu zu verleiten, sich mit uns auseinanderzusetzen; eine systematische Provokation sozusagen, die sie nicht nur herausfordern, sondern auch als das entblößen, was sie für andere Menschen sind. Auf diese Weise sind sie nicht nur für das Schleifen unserer eigenen Fähigkeiten hilfreich, sondern werden gleichzeitig unschädlich dahingehend gemacht, ihre Tyrannei weiterhin anderen aufzuerlegen. Das ist ein weiterer Grund für die öffentliche Rekapitulation in diesem Band.

Ein Schlüsselverständnis dabei ist folgendes: Im wahrsten Sinn setzten wir uns nicht mit einem echten Individuum auseinander; sondern mit einem Programm, mit „Agenten der Matrix“, der „Mechanisierung“ der Welt bzw. mit den Aufsehern der 4. Dichte, die hinter den Kulissen die Hebel und Knöpfe betätigen. Wie Apostel Paul schrieb: „Denn wir haben nicht gegen Fleisch und Blut zu kämpfen, nicht mit physischen Gegnern zu streiten, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs“. [Epheser 6:12]

In der Dynamik von Castanedas Bericht über das Auseinandersetzten mit Kleinen Tyrannen sehen wir also wie es funktioniert, dass Wissen schützt. Gib der Lüge, wonach sie verlangt: Wahrheit.

Unser eigener Kleiner Tyrann

Wir kommen nun zurück zum Erzeugen von Wellen durch das Schreiben von Die Welle.

Nachdem ich das Material der C's im Frühling des Jahres 2000 ins Internet gestellt hatte, erhielt ich von Lesern viele Bitten nach mehr Information und viele Fragen. Daher begann ich, die Internet-Serie Die Welle zu schreiben. Dies zog viel Aufmerksamkeit auf sich — die meiste davon positiv — aber es zog auch persönliche Aufmerksamkeit dessen, was als extrem dunkle Kräfte bezeichnet werden kann, an.

Um dies angemessen zu erklären, müssen wir in den Frühling des Jahres 1999 zurückkehren. Ich wurde von einem Herren namens Vincent Bridges kontaktiert. Er zeigte sofort Interesse an meinen, das Rennes-le-Chateau Phänomen betreffenden Ideen. Wir tauschten einige E-Mails über das Thema aus, die alle auf unserer Webseite12 dokumentiert sind. Während unseres Schriftverkehrs präsentierte sich Herr Bridges als untersuchender Journalist; ein Experte in New Age bzw. okkulten Angelegenheiten und mit Verbindungen zu einigen der „großen“ Namen. Er behauptete an einem Buch über Alchemie und Fulcanelli zu schreiben. Er wollte von mir so viele Informationen wie möglich bekommen, die bei seinen Analysen helfen sollten. Unglücklicherweise ließ ich mich sofort auf diese Schmeicheleien ein. Immerhin war er ein real wirkender Journalist und Experte mit Reputation, der sich noch dazu für meine Gedanken über diverse Themen interessierte. Ich war ein Niemand! Ich war so froh, dass endlich jemand da war, der die selben Nachforschungen wie ich betrieb und noch dazu belesen und charmant war! Ich ahnte zu dieser Zeit nicht, dass dies alles nur ein Schauspiel war.

Als Vincent Bridges das Buch im Jahre 1999 schließlich vollendete — ich wartete sehnlichst auf das, worüber ich dachte, dass es die beste Analyse der Alchemie und von Fulcanelli sei, die jemals geschrieben wurde — war es untertrieben, es als enttäuschend zu bezeichnen. Er sendete mir eine Kopie des Manuskripts, das ich mit wachsenden Gefühlen von Frustration und Enttäuschung las. Das Buch war nicht nur naiv und hohl, er verwendete auch viel des Materials, das ich ihm gesendet hatte, und verdrehte es ohne erkennbaren Grund bis zur Unkenntlichkeit. Ich fragte mich, ob wir überhaupt dieselbe Sprache sprechen. In den nächsten Monaten tauschten wir uns noch ein paar Mal planlos aus.

Ich glaubte, dass er richtig damit lag, den C's — oder jeder anderen gechannelten Quelle — nicht zu vertrauen und stattdessen selbst nachzuforschen; jedoch war die Frage noch nicht gelöst, woher die „uralten“ Quellen, auf die er sich berief, ihr Wissen hatten.

Ich entschied, dass es wohl am Besten wäre, alle meine Ideen und Materialien aufzuschreiben, die ich bezüglich des diskutierten Themas in meinem Kopf hatte. Ich begann also einen Artikel über den Heiligen Gral ins Internet zu stellen13.

Obwohl ich erkannte, dass Vincent und ich in manchen Dingen nicht übereinstimmten, wollte ich ihm dennoch so hilfreich wie möglich sein; ich fand die Meinunsgverschiedenheiten nicht weiter schlimm. Ich glaubte, dass wir wieder übereinstimmen würden, wenn er all meine zusammengesuchten Daten liest. Ich fand sogar eine kleine Passage in seinem Buch, die ich in meinem Artikel über den Gral zitierte.

So ging es mehrere Monate, bis ich keinen Grund mehr sah, die Korrespondenz zwischen Bridges und mir aufrecht zu erhalten. Ich war einfach zu beschäftigt mit Schreiben und Gärtnern, eine Diskussionsgruppe war aufgrund der vielen Fragen über das Material auf unserer Homepage entstanden, und die Dinge liefen dahin, wie man so schön sagt. Ich publizierte mein Exposé über das Rennes-le-Chateau Thema (in diesem Band beinhaltet) und erhielt gleich darauf ein total bizarres E-Mail, das mich etwas einschüchterte. Das E-Mail veranlasste mich, den Kontakt mit Vincent Bridges erneut aufzunehmen, da ich sicher war dass er Wissen über die „okkulte“ Sprache hat, die im E-Mail verwendet wurde. Natürlich kam es mir nicht in den Sinn, dass er selbst zu diesem Zwecke das E-mail an mich gesendet hatte.

Im Herbst des Jahres 2000 verließ ‚Frank Scott‘ (ein Pseudonym) nach langer Zeit unsere Arbeitsgruppe. Im selben Zeitraum erwähnte Vincent Bridges, dass er ein Verleger auf der Suche nach guten Autoren sei. Er bot mir an, meine Arbeit über seine Firma „Aethyrea Books“ zu publizieren.

Da ich von den laufenden Arbeiten — mit der Diskussionsgruppe schrittzuhalten, Fragen zu beantworten, die Transkripts zu bearbeiten, Hinweisen aus dem Material nachzugehen, und Artikel für die Webseite zu schreiben — überwältigt war, sah ich Vincent als ein Geschenk Gottes! Nachdem ich über zwei Jahre mit ihm kommunizierte, glaubte ich ihm vertrauen zu können, selbst wenn wir nicht immer einer Meinung waren. Ich händigte ihm bisher unpublizierte und vertrauliche Materialien aus, die er bearbeiten wollte. In der Vorstellung dass mein bisheriges Lebenswerk in guten Händen ist, ließ ich mich nieder und konzentrierte mich auf die Fertigstellung meines Buches, The Noah Syndrome.

Wir begannen im Frühjahr 2001 an der Veröffentlichung meines Buchs über „Aethyrea Books“ zu arbeiten. Es war kurz bevor ich Bridges einlud, ein Mitglied unserer Diskussionsgruppe zu werden. Deshalb gab es zwischen Frühling und Sommer 2001 eine intensive und regelmäßige Interaktion zwischen uns.


Im Sommer 2001… Ich bin mir sicher dass sehr viele Personen gerne in die letzten Wochen vor dem 11. September, der unsere Welt veränderte, zurückkehren wollen. Wie auch immer, die C's leiteten im Sommer 2001 einen wagemutigen Plan — den wir erst rückblickend erkannten — ein und stellten die Bedingungen her, damit ich eine direkte visuelle Darstellung von Vincent Bridges sehen konnte. Was ich sah, verblüffte mich. Seine „Maske“ war so effektiv und überzeugend, dass ich nicht glauben konnte, was ich sah. Immerhin ging es nicht darum zu entscheiden, jemand aus irgendeinem Grund nicht mehr zu mögen und daher den Kontakt abzubrechen. Genauso wie ‚Frank Scott‘ mochte ich auch Vincent Bridges sehr und verbrachte viele angenehme Stunden und Gespräche mit ihnen. Es war „Sehen“ auf einer ganz neuen Ebene für mich und hatte daher viele, viele Zweifel. Es war schmerzhaft, über die nun notwendige Reaktion aus dieser Einsicht nachzudenken. Falls Wissen wirklich schützt — jedoch nur dann, wenn es angewendet wird — mussten Arkadiusz (kurz Ark) und ich das anwenden, was wir nun gelernt hatten.

Wir diskutierten die Angelegenheit über Wochen hinweg und suchten harte Fakten — Beweise. Daran fehlte es nicht, jedoch war es möglich „im Zweifel für den Angeklagten“ zu sprechen und subtilere Hinweise zu übersehen. Es wurde eine Hypothese formuliert, eine Reihe von Tests entworfen und die C's — wieder einmal — im Großen und Ganzen als korrekt befunden. Es scheint, als ob diese Situation eine Tür zu einer der fortgeschrittensten Lektionen der Adeptschaft, die dem gewöhnlichen Menschen zur Verfügung stehen, öffnete. Es war offensichtlich auch ein „Test“.


Die Fakten der Situation waren wie folgt:

Während Bridges und seine Frau angeblich mein Buch The Noah Syndrome zur Publikation vorbereiteten, schlug er eine Konferenz im September 2001 vor. Unsere Richtlinie zu jener Zeit war, an keinen Konferenzen teilzunehmen. Bridges wusste das, aber wir stimmten ihm zuliebe und zuliebe seines ‚Geschäfts‘, unsere Bücher zu verkaufen, zu. Wie es sich herausstellte, waren die Bücher zum Zeitpunkt der Konferenz nicht einmal fertig, genausowenig wie Bridges tatsächlich einen Verlag hatte! Unmittelbar vor der Konferenz (21. bis 23. September 2001) flossen uns durch die Mittelungen der C's einige merkwürdige Informationen über Bridges zu.

Wir erhielten viele E-Mails von Lesern, die sich über unseren öffentlichen Verband mit Vincent Bridges‘ sogenannter „Mysteriumsschule des Fünften Weges“ Sorgen machten. Ich hatte bis zu diesem Zeitpunkt ausschließlich Vincents Artikel über Themen seines Buches gelesen, wie z.B. die Gral Legenden, das Rennes-le-Chateau Mysterium und Fulcanelli. Vincent selbst hatte mir mitgeteilt, dass er ein „ermittelnder Journalist“ sei. Zusätzlich äußerte laufend Bedenken über die C's, so dass ich dachte, dass er eine rationale Person sei, die sicher nicht in seltsame Themen verfällt. Ich lag falsch. Nachdem ich die E-Mails unserer Leser durchsah, begann ich selbst zu recherchieren.

Erwägt man die Themen, worüber wir diskutiert hatten, war ich über meinen Fund etwas verärgert. Vincent hatte Artikel über seine „Enoch'sche Magie“ und „Rituale“, die damit einhergehen, ins Internet gestellt. Hier ist ein Beispiel:

„Das Praktikum der Apokalypse vervollständigte das Enoch'sche bzw. Ophan'sche Kommunikationsgerät möglicherweise zum ersten Mal seit seiner Übermittlung im 16. Jahrhundert. Diese Struktur beinhaltet grundlegende Formen, die zur Harmonisierung der kommenden galaktischen Ausrichtung notwendig sind. […] Etwas mehr als ein Jahr später kündigten die Ophan'schen Intelligenzen an, dass der einfachste Weg, sich an dem Großen Kreuz auszurichten, jener wäre, jeweils zu den nächsten zehn Tagundnachtgleichen den Baum des Lebens auf die Himmelssphäre zu projizieren. In der Tat gaben mir die OI Engel diesen Hinweis“.

Im Sommer 2001 wurden wir beschuldigt, zu einem „Nazi-Kult der schwarzen Magie“ zu gehören, und — Überraschung, Überraschung — Vincent hatte plötzlich Internetseiten, die durchaus dahingehend interpretiert werden konnten. Im Rückblick sieht dies tatsächlich durchorganisiert aus. Wir wollten in keinem Fall mit schwarzer Magie, Nazis oder ähnlichem Hokuspokus in Verbindung gebracht werden. Es wird zwischen den genannten Gruppen und Antisemitismus gerne eine Verbindung gesehen. Passend dazu waren und sind viele von Arks Kollegium Juden.

Wir hatten ein Problem mit zwei Rahmenbedingungen: Erstens, die Verantwortung unserer Leserschaft gegenüber das zu leben, worüber wir sprachen; und zweitens: „können wir dem vertrauen, was wir hinter den Kulissen sehen, selbst wenn es keine offensichtlichen Beweise gibt, dass Vincent schädigende Absichten uns gegenüber hat“?

Wir konnten nicht dulden mit den Ideen, die Vincent Bridges verbreitete, in Verbindung zu stehen. Deswegen erklärten wir Ende Juli 2001 auf unserer Internetseite, dass unsere Anwesenheit auf der Konferenz nicht bedeutete, dass wir die Ideen der Veranstalter und/oder anderer Referenten befürworten. Nachdem Ark vielen wissenschaftlichen Konferenzen beigewohnt und diese auch selbst organisiert hatte, dachten wir, diese Erklärung sei genug.

Wir wollten, dass Bridges eine klare Position einnimmt. Die Angriffe wegen der Anklage, mit einem schwarzmagischen Nazi-Kult in Verbindung zu stehen, wurden derart intensiv, dass wir Todesdrohungen erhielten. Unserer Arbeit, Ruf, und Sicherheit Willen baten wir ihn, das Material über die Magie von seiner Webseite zu entfernen und sich von solchen Ideen öffentlich zu entfernen, damit wir weiter gemeinsam zusammenarbeiten können. Er weigerte sich.

Aus diesem Grund beschlossen wir, uns von ihm loszulösen und sagten unsere Anwesenheit auf der Konferenz ab. Wir kündigen den Vertrag über die Publikation des Buches. Wir holten uns Rechtsberatung ein, da wir zu dem damaligen Zeitpunkt nicht wussten, dass der Vertrag mit einer nicht existierenden Firma abgeschlossen wurde!

Bei Konferenzen liegt es üblicherweise in der Verantwortung des Veranstalters, bei Absage eines Referenten, aus welchen Gründen auch immer, einen angemessenen Ersatz zu finden. Wir fanden heraus, dass die angemeldeten Konferenzteilnehmer fast ausschließlich unsere eigene Leserschaft und Teilnehmer der Diskussionsgruppe waren. Kurz gesagt, wir waren die „Hauptattraktion“ und somit die Gans, die das goldene Ei legen sollte. Als wir absagten, taten dies auch fast alle Teilnehmer und verlangten ihr Geld zurück. Das alles war noch über sechs Wochen vor der Konferenz. Wir hatten sozusagen unseren eigenen „11. September“: Bridges zielte auf uns wie ein Jumbojet, der in die Zwillingstürme segelt: Flammen, Kränkung, Verletzung und so weiter.14 Es verblüffte uns. Wir konnten nicht verstehen, wie ein Individuum das vorgab, so esoterisch sachkundig, so psychisch fortgeschritten, so voll von menschlicher Güte und Verständnis zu sein, sich wie ein zwielichtiger Straßenjunge benimmt und mit seinen Freunden schmutzige, widerliche Dinge im Internet über uns verbreitet. Es verblüffte uns nicht nur, wir richteten unsere Aufmerksamkeit darauf. Da wir ganz klar sehen konnten, dass Bridges Fakten und Wahrheit keine Beachtung schenkt, begannen wir alle seine getätigten Aussagen zu hinterfragen. Nachdem wir von August bis November 2001 still litten, beschlossen wir letztendlich die Wahrheit herauszufinden.

Ich hörte auf, mich über die Angelegenheit zu wundern, als die „Perseus Stiftung15“ und ein professioneller Privatdetektiv im Herbst 2001 gegen Bridges ermittelte. Zu meinem Verdruss stellte sich heraus, dass Bridges nicht mehr als ein herkömmlicher Betrüger ist. Sein Lebenslauf war nicht nur ein kompletter Schwindel, in seiner Vergangenheit hängte er sich auch immer wieder an andere Individuen — um sozusagen auf ihrem Trittbrett mitzufahren — in der Hoffnung ihre Arbeit, ihr Geld oder beides zu stehlen.

Obwohl auch Betrug nachgewiesen wurde, zögerten Ark und ich den Bericht über Bridges zu veröffentlichen. Letztendlich war es trotzdem notwendig öffentlich zu reagieren, da Bridges wegen unserer Entscheidung, sich abzugrenzen, zu attackieren begann. Es war klar, dass mit Bridges Interaktion etwas ganz und gar nicht stimmte. Erst viel später verstanden wir, dass die ganze Dynamik eine kritische Lektion war.

Wie es sich herausstellte, erzeugte der persönliche Umgang mit Vincent Bridges eine „Frage“, die einer Antwort bedurfte. Die Suche nach der Antwort führte zur Entwicklung der notwendigen Werkzeuge und Einsichten, um das Cassiopaea Projekt in die nächste Phase zu bringen — die QFS (Quantum Future School).

Herr Bridges reagierte auf das von uns im Internet ausgestellte Material wie vorhergesehen: er wollte es zu jedem Preis entfernt haben; und da er uns rechtlich dazu nicht zwingen konnte (Wahrheit ist aus rechtlicher Sicht keine Kränkung oder Verleumdung), nahm er bei versuchter Erpressung und Erzwingung Zuflucht.

Wir entdeckten nicht nur dass Bridges versuchte, uns zu benutzen um mit den Büchern und der Konferenz Geld zu machen; wir fanden durch das Finanzamt und das Büro des Staatssekretärs von North Carolina heraus, dass er nicht einmal eine registrierte Firma besitzt und daher alle seine Behauptungen, ein Verleger zu sein, betrügerisch und irreführend waren. Sein Mitautor „Alvin Wiley“, (ein Pseudonym) reichte erst später die Papiere für die erstmalige Firmengründung von Aethyrea Books LLC ein.16

Wiley beschrieb später, wie er durch Bridges hinterzogen wurde; inklusive seiner falschen Behauptungen einen Roman für den stow-Verlag und Artikel für die Magazine Rolling Stone, Cream und Newsweek geschrieben zu haben. Wiley befand, dass Bridges nur deswegen seine Referenzen vortäuschte, um ihn durch die Illusion eines seriösen Schreibers als Mitautor zu gewinnen. Bridges schrieb auf seiner Internetseite, dass wir Wiley zur Veröffentlichung seiner Aussagen erpressten.

Wiley detaillierte wie es dazu kam, dass er von Bridges vereinnahmt wurde und er anfänglich selbst für die Publikation ihres Buches zahlen musste. Er wies darauf hin, dass das gemeinsame Buch tatsächlich mit dem Logo von Aethyrea Books LLC versehen war. Wiley erhielt keine Rückzahlungen von ihrer gemeinsamen Forschungsreise und bekam auch niemals einen Gewinn aus Vincents Verkauf der Bücher ausbezahlt.

Wiley schrieb über seine Befürchtungen, dass seine Arbeit von „Vincent Bridges‘ Unaufrichtigkeit und falschen Angaben zerstört“ wird. Er erklärte, dass Vincent und seine Frau Darlene „Betrug nicht nur an mir, sondern auch an anderen Autoren verüben“ könnte. Er kündigte an, aufgrund der „Fehldarstellungen“ eine rechtliche Klage gegen Vincent und Darlene einzubringen.

Es wurden von uns einige Berichte auf Wileys Bitte hin und in seinem Namen veröffentlicht. Wir unternahmen all diese Anstrengungen um jemanden zu entlarven, den wir als ernstzunehmende „Bedrohung im Internet“ mit einer Vergangenheit von Diebstahl, Lügen und Betrug erkannten.

Wir fanden zu unserem Verdruss heraus, dass Vincent Bridges scheinbar unfähig ist, Wahrheit von Lügen zu unterscheiden. Der Bericht der Perseus Foundation war gründlich recherchiert. Er beschuldigte den Bericht, falsch zu sein und bezeichnete somit viele Personen als Lügner, die ganz klar keinen Grund hatten zu lügen. Seine Version der Geschichte veränderte sich immer und immer wieder, selbst nachdem die Wahrheit aufgedeckt wurde. Er erklärte nie, warum sein ursprünglicher Lebenslauf und Referenzen alle erfunden waren.


Seit nun über sechs Jahren wirft er uns auf speziell dafür eingerichteten Internetseiten immer wieder „Verleumdung, Nachrede, Ehrenkränkung und Nachstellung, etc“, vor. Er tut dies in der typischen Art des Psychopathen, anderen das vorzuwerfen, was sie selbst tun. Zu dem Zeitpunkt als er uns beschuldigte, Wiley zu erpressen, hätten wir bereits ahnen können, dass das die Ankündigung seines nächsten Maneuvers war.

Eines Tages erklärte Vincent Bridges an mehreren Stellen im Internet, dass er „die Angelegenheit des Cassiopaea Kults öffentlich adressieren und die wahre, unverblümte Geschichte erzählen“ wird. Er kündigte an, unser kopierrechtlich geschütztes Material an jene zu verteilen, die es haben wollen. Er ergänzte dies mit unsinngen Behauptungen, dass nur er das Material verstünde und wüsste wie es zu interpretieren sei und dass wir „seit Anfang an“ den Originaltext hinterlistig „abwandelten“. Nachdem er weder im Besitz der Audiokassetten noch den Notizen — die Quelle der Transkripts — war, wunderten wir uns, auf welchen „Fakten“ er diese Aussagen begründet.


Es gab noch weitere Veröffentlichungen, aber ich will den Leser nicht mit endlosen Lügen und Unsinn langweilen17. Der Endeffekt war folgender: Vincent Bridges veröffentlichte im Internet vollständig die nicht überarbeiteten Transkripts ohne Sorge oder Bedenken für jene Privatpersonen, die an den Sitzungen teilnahmen und explizit darum baten, ihre Namen und Identitäten im Falle einer Veröffentlichung zu verändern.

Wir erklärten zuvor auf unserer eigenen Internetseite, dass die Transkripts erst dann veröffentlicht werden können, wenn die noch zu erledigende Arbeit — die Namen und heiklen Stellen aus Respekt und Rücksicht für andere Menschen zu entfernen — getan ist. Weiters wollten wir die Transkripts anhand der Audiokassetten und der Notizen auf Genauigkeit überprüfen. Dies war und ist ein enorme Arbeit. Manchmal trat Datenkorruption beim Kopieren von Dateien auf, die wir beheben mussten, aber keinesfalls war das absichtliche Verschleierung. Schritt für Schritt haben wir die Fehler in den Transkripts korrigiert; das brauchte seine Zeit. Als Eigentümer des Materials sind wir auch dazu berechtigt, Teile mit persönlichen Informationen nicht zu veröffentlichen.

Es ging uns nicht um die Veröffentlichung des Materials, das wir auf unserem Internetauftritt ohnedies frei hergeben wollten, sondern um die Besorgnis jenen Personen gegenüber, die uns ihre Privatsphäre anvertrauten.Weiters ging es uns um unser Recht sicherzustellen, dass alle Transkripts präzise sind und Anmerkungen darauf hinweisen, wenn wir uns nicht sicher waren.

Wissend, dass es sinnlos ist Vincent Bridges wegen der Privatspähre anderer anzurufen, wendeten wir uns direkt per E-Mail und Fax an den Betreiber der Server im Internet, auf denen die raubkopierten Transkripts gespeichert waren.

Kurz darauf empfingen wir von Bridges folgendes E-Mail, das ein anderes E-Mail von „Frank Scott“ beinhaltete:

Gesendet: Di, 10. Jänner 2002 13:06:34 -0500
Von: Vincent Bridges …@ac.net
Betreff: WG: Erlaubnis erteilt!

Falls ihr nicht wollt, dass die ganze erbärmliche Geschichte öffentlich wird, solltet ihr möglicherweise darüber nachdenken, meinen Namen zu entfernen.

Vincent

Gesendet: Mo, 7. Jänner 2002 04:15:49 EST
An: Vincent Bridges …@ac.net
Betreff: Erlaubnis erteilt!

Hi Vincent:

Ich mache zu deiner Verwendung folgende Erklärung:

Mein Name ist Frank Grant Scott18. Ich erteile hiermit Vincent Bridges die Vollmacht, die Cassiopaea Transkripts vollständig oder teilweise auf beliebige Art und Weise und für jeden als geeignet angesehenen Zweck zu veröffentlichen.

Ich nahm bei allen Sitzungen zwischen Juli 1994 und November 2000 teil. Meine Beteiligung bei den Channeling Sitzungen war genauso groß oder größer als die von einigen oder allen anderen Teilnehmer.

Vielen Dank,

Frank Grant Scott

Franks Behauptung, seine „Beteiligung bei den Channeling Sitzungen war genauso groß oder größer als die von einigen oder allen anderen Teilnehmer“, ist eine Lüge. Es gab Sitzungen, an denen er sich nicht beteiligte. Fakt ist jedoch, dass die Transkripts seit dem Jahr 1994, als ich die erste Kopie am Computer tippte und ausdruckte, durch mich kopierrechtlich geschützt sind. Das ist ein rechtliches Faktum.

Alle Zeugen (von denen es viele gibt) sowie harte Belege zeigen, dass Franks „Erlaubnis zur Veröffentlichung“ genauso gültig ist wie wenn sie von Garfield, der Katze stammte. Er hat keine und hatte nie Rechte am Kopieren. Alle Experimente wurden in meinem Haus und mit meiner Ausstattung durchgeführt, von mir persönlich auf Audiokassetten aufgezeichnet, mit meiner Stimme gesprochen, ich besitze die Audiokassetten, ich tippte fast jedes Wort und ich brannte die CD, die von Vincent Bridges raubkopiert wurde, nachdem er diese nach unserer Aufforderung zur Rückgabe nicht mehr besitzen durfte.

Kurz gesagt, Frank Scotts Anwesenheit war das Einzige, das er jemals beisteuerte; und es waren viele unterschiedliche Leute laufend anwesend. Nur weil man Gast in einem Haus ist bedeutet das nicht gleichzeitig, alles zu besitzen was dort produziert wird! Nach Franks Prinzip hätte jeder andere Gast ebenfalls das Recht zur Veröffentlichung des Materials. Wie die Leser von Amazing Grace wissen, war es die ganze Zeit über sehr schwierig, mit Frank umzugehen.


Eine ernsthaftere Angelegenheit ist jedoch der Versuch von Vincent Bridges, uns durch das Schreiben von obigem E-Mail zu erpressen, zu nötigen und zu zwingen. Erpressung besteht aus zwei zusammengehörigen Teilen:

  1. Nötigung oder Zwang durch Androhung von Strafverfolgung oder Veröffentlichung
  2. das Entgelt, das erpresst wird. Fallbeispiel aus einem realen Gerichtsfall: SS drohte MD in der Travis Carroll & Justin Fernsehsendung zu entblößen. Dies hätte MDs Karriere und zukünftige berufliche Anstellungen gefährdet. Als Gegenzug für das Schweigen erpresste SS MD, ein berufliches Angebot abzulehnen in der Erwartung dass […] SS damit eine größere Sicherheit im Beruf gewinnt.

Zu Erpressung gehört also „Zwang durch Androhung von Veröffentlichung“ und erwartetes „Entgelt“. Bridges schrieb: „Falls ihr nicht wollt, dass die ganze erbärmliche Geschichte öffentlich wird, solltet ihr vielleicht darüber nachdenken, meinen Namen zu entfernen“. Er droht also, die unbearbeiteten Transkripts samt Namen und persönlichen Details zu veröffentlichen und erwartet im Gegenzug — die Entlohnung — das Entfernen der Berichte und Artikel über ihn und seinen erfundenen Lebenslauf, gefälschten Referenzen und psychologischen Terrorismus.

Obwohl wir uns der Erpressung durch Bridges bewusst waren, sorgten wir uns eher um die unschuldigen Personen, die persönliche Informationen privat halten wollten. Hinzu kam, dass mit „ganze erbärmliche Geschichte“ nicht nur die Transkripts gemeint waren. Es machte damals noch keinen Sinn und verwarfen die merkwürdige Formulierung daher.

Doch das Universum war bereits alarmiert. Am Abend desselben Tages erhielten wir ein E-Mail von Alvin Wiley:

Gesendet: Di, 10. Jänner 2002 22:24:15 EST
Von: Alvin
Betreff: schon wieder VB
An: Laura Knight-Jadczyk

[Vincent und ich] tauschten ein paar bittere E-Mails aus. Ich sagte ihm, dass er ein Soziopath sei und dass ich seinen Verlag nicht klagen kann, da er [rechtlich] nicht existiert. Das ist seine Antwort. Ich werde ihm nicht mehr schreiben, vielleicht hört es dann auf.

Übrigens, er sagt dass er ‚Beweise‘ hat, dass Sie versucht haben jemanden umzubringen. […]

Tja, tja, tja. Es wurde alles ernüchternd klar. Ich verstand sofort, dass Frank das obige E-Mail tatsächlich geschrieben hatte. Ich hatte das zu Beginn bezweifelt, da ich mir ziemlich sicher war, dass Frank genug über Rechtliches Bescheid (?) weiß, so etwas Dummes nicht anzustellen. Ich wusste auch, warum er es getan hatte.

Jene Leser, die Amazing Grace gelesen haben, erinnern sich sicher noch an das Kapitel in dem ich Franks langjährige Unterschlagung von Geldsummen seines früheren Arbeitgebers beschreibe, die am Ende den Selbstmord seines Vaters verursachten. Jene, die es nicht gelesen haben, wollen vielleicht einen Blick in das Kapitel „Das ist Hollywood“ werfen.

Die darauffolgenden Kapitel von Amazing Grace erklären, wie ich mich mit Franks Niederträchtigkeit aussöhnte, wie ich versuchte es „wegzurationalisieren“ und mein ganzes Vertrauen darauf setzte, dass er eine bedeutende Lektion gelernt hatte und er nur dadurch vertrauenswürdig wird, indem man ihm vertraut. Nicht zuletzt wird uns diese Herangehensweise ja immer beigebracht, oder? Also vertraute ich ihm. Und ich vertraute ihm eine Reihe von Dingen an. Darunter war jener Vorfall, die ich nun hier erzählen will.

Selbst wenn Vincent Bridges denkt, die sprichwörtliche „Leiche im Keller“ gefunden zu haben, ist es doch so, dass dieser Vorfall von dem Journalisten Tom French gebührend recherchiert wurde und er sich dennoch entschied, nicht darüber zu schreiben, weil es nicht entscheidend für seinen Artikel war. Manche denken, er hätte besser darüber geschrieben, da sexuelle Übergriffe auf Frauen mit alarmierender Regelmäßigkeit auftreten und dieses Thema nicht genug Aufmerksamkeit bekommen kann. Aber ich finde er hat sich richtig entschieden, da die Geschichte Platz in dem Artikel weggenommen hätte, der für andere Themen vorgesehen war.

Ich berichtete Tom French alles über diesen Vorfall, obwohl ich sehr abgeneigt war, über so etwas Erschreckendes zu reden. Wie jede andere Frau mit ähnlichen Erfahrungen verstehen wird, versuchte ich über 30 Jahre zu vergessen. Und Tom stimme zu, dass wir es in der Vergangenheit lassen sollen. Es war jedoch genau das, was Bridges zu tun versuchte: Nötigung, Erpressung und Zwang. Wie ein Leser treffend bemerkt hat: „Jeder, der versucht jemanden mit so einem Vorfall zu erpressen, fällt in die selbe Kategorie wie jene Person, die den ursprünglichen Übergriff durchgeführt hat. Solche Menschen sehen andere als lediglich als Beute. Sie schätzen jene Menschen, auf die sie Jagd machen wollen, als verletzlich ein, finden methodisch einen schwachen Punkt um letztlich zu attackieren“. Und manchmal brauchen sie für diesen Prozess Jahre, wie wir Falle „Frank Scott“ sehen werden.


Als ich das E-Mail von Vincents früheren Freund und Mitautor Wiley las, in dem stand, „dass [Vincent] ‚Beweise‘ hat, dass Sie versucht haben jemanden umzubringen“ und ich mich an Vincents Formulierung „die ganze erbärmliche Geschichte“ erinnerte, begriff ich die gänzliche und absolute Niedertracht von Frank hinter dem allem; nur er konnte die Information über den Vorfall an Bridges weitergegeben haben. Er war doch tatsächlich erneut Mittäter eines Kriminalaktes geworden, fast genauso wie bei der Unterschlagung von Geld seines früheren Arbeitgebers. Dazu kam, dass Frank durch Vincent als „die C's Obrigkeit“ angepriesen wurde und uns der „Abwandlung der Texte“ bezichtigte. Wir finden die Bezeichnung “C's Obrigkeit“ mehr als merkwürdig, denn wir bemerkten schon früh, dass Frank mit den Aussagen der C's nichts anfangen konnte. Er hielt uns stundenlange Vorträge, die im kompletten Gegensatz zu den Nachrichten der C's standen. Eines Tages versorgte ich ihn mit einer ausgedruckten Kopie der Transkripts, damit sie lesen kann. Es stellte sich heraus, dass er sie entweder nicht gelesen hat, oder er die Texte nicht nachvollziehen konnte, da er weiterhin (auch seiner Sicht) „wissend“ über viele Themen aus einer komplett entgegengesetzten Sicht referierte. Es war daher klar, dass die Mitteilungen aus Cassiopaea nicht aus Frank kamen.

Im Wesentlichen behauptete Frank Der Channel und der einzige Channel zu sein. Er wollte ständig das Experiment vom Ouija Board hin zum direkten channeln in Trance konvertieren, mit ihm als die einzige Quelle. Wir versuchten es sogar mehrmals und fanden heraus, dass die „Persönlichkeit“ bzw. das „Empfinden“ des Kontakts klar unterschiedlich — sogar abstoßend — war. Wir schlossen daher darauf, dass der Vorschlag in Trance zu channeln von STS-Kräften in der Hoffnung kam, unsere Arbeit vollständig einzunehmen19.

Wie bei seinem vorigen Arbeitgeber tat Frank so wenig wie möglich und war gleichzeitig davon überzeugt, dass er berechtigt ist mehr zu verdienen. Er hatte sich dazu entschieden, im Namen seines Arbeitgebers sich selbst wöchentlich einen Scheck auszustellen. Im Falle der C's versuchte Frank sich ebenfalls einen fremden „Scheck“ auszustellen.

Wegen dem vorliegenden Beweismaterial — der Missachtung der Rechte anderer und der Teilnahme an versuchter Erpressung — muss erwogen werden, dass alle weiteren Äußerungen von „Frank Scott“ aus der selben Quelle stammen wie von Vincent Bridges. Bridges hat Geringschätzung der Wahrheit und des Freien Willens anderer Menschen klar gezeigt und nimmt noch dazu an, dass Leser im Internet zu faul sind, den Dingen selbst nachzugehen. Er machte klar, dass seine Philosophie, „je größer die Lüge, und je öfter sie wiederholt wird, umso größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie von der Bevölkerung geglaubt wird“ ist. Es ist Verachtung für Mitmenschen.

Falls „Frank Scott“ jemals Bridges als „Zeuge der die Wahrheit aus erster Hand kennt“ unterstützen sollte, können wir nur Caveat Lector20 anraten.


Als wir uns diesen Zusammenhängen bewusst wurden und uns an die merkwürdigen und subtilen Anmerkungen der C's über all die Jahre erinnerten, fügten sich langsam viele mysteriöse Puzzleteile zusammen. Wir entschieden uns für eine außerplanmäßige Channeling-Sitzung um herauszufinden, was genau vorging. Ich entschied mich aufgrund der Wichtigkeit der Angelegenheit diese Sitzung sofort niederzuschreiben und im Internet zu veröffentlichen.

Durch das, was uns die C's an diesem Abend mitteilten, machte alles Sinn — es ist krank — aber es machte Sinn. Ich verstand nie, warum die C's immer kryptische Bemerkungen über Frank machten und sich weigerten, auf manche Fragen zu antworten als nur Frank und ich am Board saßen. Es scheint, als ob es viel Informationen gab, die nicht übermittelt werden konnten, solange Frank anwesend war. Obwohl ich viele Theorien darüber entwickelte, kam es mir niemals in den Sinn, dass es lediglich zu meinem Schutz vor Frank war!

Nun, alle Spekulationen einmal zur Seite. Dieses Transkript dokumentiert das, was die C's über die betreffende Situation sagten:

2002-01-10

F: (L) Hallo.

A: Hallo.

F: (L) Und wen haben wir heute bei uns?

A: Fiaage.

F: (L) Und wodurch übermittelst du?

A: Cassiopaea.

F: (L) Wie ihr wisst, haben wir heute Abend Franks außerordentlichen Übertritt zur dunklen Seite erkannt. Nehmen wir das richtig wahr?

A: Genau genug.

F: (L) Vor einigen Jahren wurden an zwei oder drei Gelegenheiten ein paar Bemerkungen über Franks Kampf mit den Dunklen Kräften gemacht, und ob er dazu fähig wäre, ihrer Herrschaft zu widerstehen. War es immer schon bekannt, dass er versagen wird?

A: Er ist kein Versager.

F: (L) Was meinst du?

A: Aus der Perspektive von → STS ist er ein Erfolg.

F: (L) Warum waren wir dazu fähig, STO Material zu channeln, obwohl sich Frank auf der Grenze zwischen seiner ultimativen Wahl zwischen STS und STO befand?

A: Er wurde zu dem speziellen Zweck programmiert, Geheimnisse „herunterzuladen“, die vor deiner Geburt in dich kodiert wurden. Er scheiterte, da du unbestechlich warst. Er ist nun dazu programmiert, gemeinsam mit Vincent Bridges deine Fähigkeit zur Vollendung deiner Mission zu zerstören.

F: (L) Tja, das heißt wohl dass das Material, das in Franks Anwesenheit durchkam mit hoher Wahrscheinlichkeit verzerrt ist. Ist das der Grund warum ihr angegeben habt, dass der Reinheitsgrad des Materials zu diesen Sitzungen etwa 72 Prozent betrug?

A: Ja.

F: (L) Ihr sagt also, dass Franks Anwesenheit etwa 30 Prozent Korrumpierung erzeugte?

A: Ja.

F: (L) In welcher Form fanden die meisten Korrumpierungen statt? Können wir sie identifizieren?

A: Vorhersagen und Terror-Taktiken.

F: (L) Wie ist die empfehlenswerte Vorgehensweise zu diesem Zeitpunkt? Sollte ich besser die laufenden Arbeiten unterbrechen und mir Zeit nehmen, mich den entstandenen Streitfragen zu widmen, die durch Frank und Vincent entstanden sind?

A: Gute Idee sich so bald wie möglich damit zu beschäftigen.

F: (L) Sollten wir besser auch rechtliche Schritte unternehmen?

A: Ja, hinsichtlich Copyright.

F: (L) Wie sieht es mit der Nachstellung, Schikanierung, Verleumdung und Erpressung aus?

A: Du wirst es zur rechten Zeit bewältigen und du wirst wissen wann der Zeitpunkt ist.

F: (Ark) Warum ist es keine Lösung, die beiden einfach zu ignorieren?

A: Weil sie nicht durch Ignorieren beeinflusst werden. Eure Realität ist so, dass Lügen und Lügner in der Verletzung des Freien Willens seit Jahrtausenden die Vorreiterrolle innehaben. Sie tun das sehr effektiv dank einigen Programmen wie z.B. „Schmeichle dem anderen“ und „Wenn du Dinge ignorierst, gehen sie weg“. Gib, was eine Lüge verlangt: Wahrheit.

F: (L) Es geht also um Gleichgewicht. Angesichts einer Lüge wird Gleichgewicht nur durch Wahrheit wiederhergestellt. Nun — lasst mich folgendes Fragen: Trug Terry positive Energie am Ouija Board bei?

A: Meistens.

F: (L) Warum habt ihr Terry und Jan dazu ermutigt, immer anwesend zu sein? Um Franks negative Energie zu kompensieren?

A: Ja. Frank hätte dich sonst durch sein STS Verzehren frühzeitig umgebracht.

F: (L) Ist das der Grund, warum ich (und andere) sich immer so müde nach manchen Sitzungen fühlten, während er sich immer aufgeweckt fühlte?

A: Ja.

F: (L) Er sog sprichwörtlich die Energie aus mir?

A: Ja.

F: (L) Ist das der Grund, warum ich zu jener Zeit so viele Gesundheitsprobleme hatte?

A: Ja.

F: (L) Tja. Es stimmt. Die Hinweise waren alle da. Das Problem bestand jedoch darin, sie nicht interpretieren zu können. Natürlich glaubt man auch mal an Lügen, und Frank war wirklich gut darin. Er war ein vollendeter Lügner. Und ich wusste es sogar; ich beobachtete seine Interaktionen mit NE und anderen Leuten und die Hinterziehung von Geld. Aber ich entschied mich, dies zu ignorieren, weil ich dachte ihm helfen zu können. Ich dachte, dass unser gemeinsames Interesse in dieses Projekt ihm genauso viel helfen würde wie mir. Und ihr sagt nun, dass die ganze Sache inklusive der anfänglichen Synchronizitäten und Zufälle nur zu dem Zweck arrangiert war, dass ich in dieses Channeling Experiment involviert werde und 72 Prozent Genauigkeit erreicht werden nur damit ich ermutigt bin es fortzuführen, und alles nur damit Frank Informationen aus irgendeiner Ebene meines Bewusstsein heraussaugen und mich eventuell töten kann? War das damit gemeint?

A: So ziemlich.

F: (L) Das ist deprimierend! Warum hassen alle diese Leute Ark so enorm?

A: Weil Ark ihnen nicht erlaubt, dass du als Objekt für ihre ruchlose Zwecke angesehen und benutzt wirst.

F: (L) Es sieht so aus, als ob Bridges zum selben Zeitpunkt die Bühne betrat, als Frank ausschied. Bridges war der nächste „Agent“. Er verbrachte seine Zeit damit mir nahe zu kommen und zu versuchen, dieselben Informationen aus mir herauszuholen, die Frank nicht bekam — nur diesmal unter Hypnose? War das der Plan?

A: Ja.

F: (L) Wer zieht die Fäden hinter dem allem?

A: Es ist besser, die Spezifika nicht zu wissen. Aber ein Hinweis: → STS Konsortium.

F: (L) Ich hätte echt gerne das Wissen, das in dieser Situation schützen kann. Ich würde gerne wissen, was zu unternehmen ist, oder interne Informationen… irgendetwas, das uns helfen würde. Geht es von jetzt an auf diese Art und Weise weiter?

A: Keine Sorge, Verstärkung ist auf dem Weg.

F: (L) Ich wünschte, sie würde schon jetzt auftauchen! Wir könnten die Kavallerie brauchen! Ich meine, hier sind wir, die Wagen angehalten, umzingelt von Banditen, wenige Silberkugeln übrig; und ihr sagt uns, dass wir uns nicht sorgen sollten, Verstärkung auf dem Weg ist usw. und wir hängen hier, arbeiten, arbeiten, arbeiten und sehe nicht, dass sich etwas materialisiert. Ich denke, wir sollten einfach das Haus verkaufen und uns zurückziehen.

A: Noch nicht!

F: (Ark) Ich möchte bezüglich meiner Theorie fragen, warum Spazieren während des Nachdenkens so wichtig ist: Wenn jemand geht, ist er fähig, eventuellen Signalen von Bewusstseinskontrolle auszuweichen, die in Ruhe verstärkt oder gezielt eingesetzt werden. Ist an dieser Theorie etwas?

A: Nahe.

F: (L) Was hat meine Ohrinfektion verursacht?

A: Stress.

F: (L) Sollte ich Frank nicht besser informieren, damit er das Loch sieht, in das er fallen wird? Er tut mir leid, ich kann nicht anders.

A: Er wird ohnehin in das Loch fallen. Warum also die Qual verlängern?

F: (L) Welches Loch meint ihr?

A: Selbstmordgedanken, da er nicht die STO Motivation hat, anderen ohne eigene Agenda zu helfen. Sie gibt jenen der → STO-Überzeugung Durchhaltevermögen, in schwierigen Situationen zu überleben.

F: (L) Tja, dann erscheint es mir logisch, dass er besser solche Probleme vermeidet.

A: Das kann er nicht.

F: (L) Warum?

A: Drang.

F: (L) Was für ein Drang?

A: Durch elterlichen Missbrauch und Vernachlässigung einprogrammiert.

F: (L) Wenn ihr jetzt etwas zu Frank sagen könntet, wolltet ihr?

A: Nein.

F: (L) Aber sollte ich nicht dankbar für Franks Anwesenheit sein, in der er mir geholfen hat den Channel/Kanal aufzubauen?

A: Das war nicht seine Agenda.

F: (Ark) Wir würden gerne wissen, ob es empfehlenswert ist, als Teil der Wahrheit die „Spiegel“-Sitzung mit Vincent Bridges niederzuschreiben und zu veröffentlichen?

A: Ja! Jede Wahrheit ist günstig und fördert das Gleichgewicht in einer Welt, die von Lügen angetrieben und dominiert wird.

F: (L) Ja aber wenn man beginnt die Wahrheit in dieser Welt zu erzählen, drehen die Lügner richtiggehend durch nur um dich zu zerstören! Das ist das klare, harte Faktum dem wir ins Gesicht gesehen haben. Das Entfernen von Lügen ist einfach nicht zu fassen: Schicht hinter Schicht von Lügen; und die Lügner selbst; es ist unmöglich zu verstehen, wie sie so durchdringend lügen können. Ich bin äußerst erstaunt darüber.

A: Ja. Das ist Teil deiner Mission.

F: (Ark) Ich frage mich, ob die Art, wie ich diesen Angriffen begegne, die angemessene → STO Herangehensweise ist? Ich habe zum Beispiel [Bridges‘] Zugriff auf die Internetseite gesperrt. Ich habe seine Einträge im Gästebuch entfernt. Ich habe ihn aus der E-Group entfernt. Ich mache seine Mission, Lügen zu verbreiten, einfach schwer. Aber ich bin mir nicht sicher, ob das eine STO Herangehensweise ist?

A: Sie ist es.

F: (L) Tja, ich denke er hat sein volles Recht zum erzählen seiner Lügen an Plätzen, wo Lügen gesucht und erwünscht sind. Er hat jedoch nicht das Recht in unseren Bereich einzubrechen und Lügen zu erzählen, weil wir nicht danach fragen und sie nicht wollen; es verletzt unseren Freien Willen. Er hat die Matrioshka Verteilerliste, die offensichtlich seine Lügen hören wollen. Sie unternehmen gar nichts, um die Wahrheit herauszufinden. Sie wurden sehr aufgebracht, als Ark auf ihrer Liste die wahre Geschichte veröffentlichte. Und das war nur eine kleine Kostprobe wie es sich anfühlt, wenn der eigene Freie Wille verletzt wird. Er kann seine Lügen überall dort erzählen, wo sie willkommen sind. Noch weitere Vorschläge?

A: Durchhalten und geduldig sein.

F: (L) Können wir etwas tun, um das Eintreffen unserer Unterstützung zu beschleunigen?

A: Ist am Weg.

F: [Gelächter] (L) Ich weiß, dass es in der 6. Dichte keine Zeit gibt. Jedoch kommen mir die letzten Monate mit diesen Verrückten wie sechs Jahre oder sechstausend Jahre vor. Ich weiß, ich jammere nur.

A: So oder so, es wird passieren. „Meilen vor der Rast“. Gehe weiter. Das Ziel wird erreicht werden.

F: (L) Noch etwas das wir wissen sollten und nicht danach gefragt haben?

A: Für jetzt nicht. Gute Nacht.

[Ende der Sitzung]


Ich möchte hier nun einen Bericht über den Vorfall wiedergeben, den Vincent Bridges und „Frank Scott“ versucht haben, für eine Erpressung zu verwenden. Ich habe diesen Bericht ursprünglich in jener Zeit für Ark geschrieben, als wir uns zum ersten Mal trafen. Genauso wie ich Tom French — der dazu berechtigt war alles von mir zu wissen — von dem Vorfall erzählte, erzählte ich auch Ark von Anfang an davon. Unglücklicherweise erzählte ich eines Tages auch „Frank Scott“ davon.

Als Tom French zu recherchieren begann, teile er mir mit, das in den öffentlichen Aufzeichnungen nicht einmal die amtliche Verfügung des Falls aufscheint. Er musste erst auf Basis meiner Informationen den Anwalt ausfindig machen, um ihn nach allen Details zu befragen.

Um „bona fides“ hinter dieser Geschichte liefern zu können, suchte ich nach einem E-Mail von Tom. Erst später erinnerte ich mich, dass mir Tom von Joe Aloi, dem Ermittlungsbeamten, und Brian Hayes, dem Anwalt, beste Grüße ausrichten ließ, und dass sie froh waren als sie hörten dass bei mir alles in Ordnung sei.

Ich hatte also nichts Schriftliches und wusste, wie teuer und wie schwierig solche Gutachten zu bekommen sind. Trotzdem entschied ich mich, den Anwalt Brian Hayes anzurufen um ihm die Situation zu erklären. Brian und Joe stellten die schriftlichen Erklärungen gerne zur Verfügung.21

Ohne weitere Verzögerungen soll nun hier die Geschichte geschildert werden, als Laura Knight im Alter von 18 Jahren und 2 Monaten in Vincent Bridges‘ eigenen Worten „versuchte, jemanden umzubringen“.

Meine Mutter war eine Buchhalterin, die vertraglich Geschäfts- und Rechnungsbücher mehrerer lokal ansässiger Firmen führte. Eine dieser Firmen war im Besitz eines Mannes, der in der Region politisch engagiert war. Er bemühte sich um eine Büroleitung im staatlichen Aufgabenbereich. Er wurde gewählt und verbrachte daher viel seiner Zeit in Tallahassee, dem Parlament.

Er war ein lokaler „Anschaffer“, der ein Haus im Bezirk und ein Apartment in Tallahassee hatte. Wenn er in seinem Haus residierte, kam er zu uns und besprach das laufende Geschäft mit Mutter, tauschte Rechnungsbücher, Schecks, Einlagen, etc. mit ihr aus.

Während dieser Zeit verbrachte ich viele Stunden am Tag mit Klavierspielen. Ich spielte im Nebenraum, während Mutter und der Mann auf dem Tisch im anderen Raum ihre geschäftlichen Unterlagen ausbreiteten.

Eines Tages gab mir Mutter bekannt, dass der Mann Interesse in mich bekundet hatte und mich in eine Schule in Tallahassee schicken wollte, wo er meine Betreuung beaufsichtigen konnte. Sie dachte, dies sei wundervoll und eine großartige Gelegenheit!

Es dieser Plan wurde beschlossen. Doch vorher musste ich das laufende Semester abschließen. Also blieb ich noch von September 1969 bis Dezember 1969. Danach sah der Plan vor, dass ich nach Tallahassee reisen, dort die High School in einer fortgeschrittenen Klasse abschließe und danach in die Universität zu immatrikuliere. Also reiste ich im Jänner ab.

Ein Apartment im selben Gebäude wie das des Mannes wurde für mich reserviert. Er wohnte dort während seinen legislativen Pflichten, was auch immer diese waren. Alles war arrangiert. Also ging ich zur Schule, lernte neue Leute kennen und die Welt war für einige Monate — bis April — in Ordnung. Das Apartmenthaus hatte einen netten Pool und ich genoss das Lernen neben dem Pool… oder eher das Lesen. Eine Freundin kam mich für längere Zeit besuchen, da ich einsam war und ihre Mutter den Mann kannte und ebenfalls dachte, dass der Aufenthalt gut wäre.

Eines Nachts kam er in unser Apartment und bittete mich, zu sich hinunter zu kommen, damit er mit mir unter vier Augen reden konnte; er hatte mir etwas ganz besonderes zu sagen, eine Überraschung.

Nachdem ich nach einer Stunde meine Hausübungen fertiggestellt hatte, ging ich hinunter auf den Weg und klopfte an seine Tür. Er öffnete in einer Robe gekleidet, eine Zigarre rauchend und mit einem Glas Likör in der Hand.

Um eine lange Geschichte kurz zu machen: Mir wurde schnell klar, dass der Mann „Entgelt“ für seine Hilfe erwartete. Ich war so dumm, dass ich wirklich glaubte, er wäre ein netter Mensch mit einem „väterlichen“ Interesse in mich. Das war nicht er Fall.

Als ich „Nein“ sagte, wurde er grob. Als er grob wurde, wehrte ich mich. Als ich mich wehrte, wurde er wütend und begann mich zu würgen. Da wir in der Küche standen, ich in Richtung der Arbeitsplatte gedrückt wurde und begann, das Bewusstsein zu verlieren, warf ich meine Hände in Richtung der Arbeitsplatte um mich aufzufangen. Meine Hände landeten auf einem schweren Gegenstand mit einem Griff. Ich griff zu und traf ihn damit. Er lockerte dadurch seinen Halt aber begann sofort darauf weiterhin zu würgen. Ich schlug noch einmal zu; diesmal stärker, da ich nach dem letzten Schlag Luft bekommen hatte. Ich landete einen erneuten Treffer an seinem Kopf. Es war wie ein Albtraum, in dem er total erzürnt und ich absolut entschlossen war, ihn solange zu treffen, bis er mich gehen ließ.

Zu diesem Zeitpunkt blutete er auf mich und weigerte sich noch immer, mich loszulassen. Ich denke, ich muss vier oder fünf gute Treffer gelandet haben, bevor er mich losließ um sich vor dem nächsten Treffer zu schützen; ich lief wie die Hölle davon. Ich war mir sicher, dass er hinter mir her ist. Ich schaffte es bis zu meinem Apartment, klopfte wie wild an die Tür, damit mich meine Freundin hinein lässt. Sie öffnete und war äußerst entsetzt. Wir waren beide hysterisch.

Sie war völlig aufgelöst wegen dem vielen Blut an mir und wir wussten nicht was wir tun sollen… Sie veranlasste mich, meine Kleidung auszuziehen und zu duschen… als ich in der Dusche war und unter dem Gedanken zitterte, dass der Mann sich seinen Weg in unser Apartment erstürmen kann, sagte sie mir, dass Ambulanz und Polizei am Parkplatz waren. Anscheinend hatte der Mann „Überfall“ oder ähnlichen Unsinn geschrien und jemand hat die Polizei deswegen gerufen. Ich war bereits angezogen und zitterte, als an der Tür geklopft wurde. Er hatte bei der Polizei ausgesagt, dass ich ihn ohne Grund attackierte nachdem ich ihn sexuell belästigte!!

Ich berichtete, was sich wirklich zugetragen hatte. Sie waren damit zufrieden aber schlugen vor, nirgendwo hinzugehen bis weitere Ermittlungen abgeschlossen waren.

Der Fall war damit scheinbar abgeschlossen. Drei Tage später wurde ich jedoch aus meinem Englischunterricht herausgerufen um die Nachricht zu entgegenzunehmen, dass die Polizei mir gerne weitere Fragen stellen würde. Also nahm ich nach der Schule den Bus in das Hauptquartier. Als ich mit der Erwartung eintrat, Fragen zu beantworten, wurden mir sofort Handschellen umgelegt und ich wurde wegen „Angriff mit einer tödlichen Waffe und Mordversuch“ arrestiert. Der Typ hatte doch tatsächlich eine fantastische Geschichte erfunden, in der er das „unschuldige“ Opfer eines verrückten Teenagers wurde.

Und ich wurde verhaftet und in eine Zelle gesperrt.

Es gibt keinen Weg, solch eine Wendung zu beschreiben. Keinen. Wenn eine Person absichtlich Gesetzte bricht, ist in ihrem Kopf auch die Vorstellung, dass es mit Bestrafung enden kann. Aber eine Person die im Wesentlichen — außer dumm und naiv zu sein — nichts falsches getan hat, die von jemand dem sie vertraute betrogen und boshaft attackiert wurde, von der niemand sieht dass sie das Opfer ist, wird aufgrund des Wortes eines Psychopathen in ein Gefängnis gesteckt und wegen versuchten Mordes angeklagt! Alle Frauen, die auf diese Art gelitten haben, wissen, dass so ein Ereignis eine Klasse für sich ist; speziell dann, wenn man weiß dass niemand — nicht Großvater, nicht Mutter — niemand — helfen kann. Man stelle sich noch zusätzlich das Gefühl vor, wenn man zu verstehen beginnt, aufgrund einer „Todsünde“ nicht auf Kaution freigelassen werden zu können.

Eine Woche später wurde ich vor Gericht gestellt und mir von einem Richter die formelle Anklage vorgelesen. Ich war gerade erst 18 Jahre alt und musste in Ketten auf einer öffentlichen Straße zwischen zwei Polizisten entlang gehen.

Der Richter fragte mich, ob ich einen Rechtsbeistand hätte. Ich begann zu weinen und sagte „Nein“. Ein Mann sprang aus der Reihe der Anwälte auf und sagte: „Sie hat jemanden, euer Ehren! Ich biete meine Dienste an“! Er frage mich, ob ich ihn als Anwalt akzeptierte und sagte „Ja“. Das war also erledigt. Ich hatte einen Anwalt. Sein Name war Brian T. Hayes. Er wurde von einem Privatdetektiv, Joseph Aloi, unterstützt; beide waren für mich sprichwörtlich Ritter in schimmernder Rüstung.

Es war schockierend, was sie über meinen „Gönner“ herausfanden. Es scheint, als ob ich die Beute eines sehr gerissenen Planers war, der versuchte mich schrittweise in eine hässliche Situation zu maneuvrieren. (Das klingt ein wenig nach der Situation mit Vincent Bridges, nicht?) Es hatte mich ausschließlich meine instinktive Weigerung, benutzt zu werden, gerettet. Klar hatte mich mein Widerstand in eine missliche Situation gebracht, wie es schon so oft in meinem Leben passiert ist. Die Mächte der Dunkelheit mögen es nicht, wenn man sich ihrem Bestreben nach Kontrolle oder Verwicklung in ihre Pläne widersetzt. In der Gegenwart genau so wie in der Vergangenheit.

Der Mann hatte als rangniedriger Regierungsbeamter er eine Nebenaktivität: er produzierte Heimvideos um sie für Erpressung zu verwenden. Er hatte anscheinend auch schon Pläne für mich. Er wollte mich als „Star“ in seinen Videos verwenden, die durch eine im Lüftungsschacht versteckte Kamera gefilmt werden sollten. Diese Videos hätten dann als Mittel zum Erpressen von Geld, Gefälligkeit oder sogar für andere Arten der „Beeinflussung“ verwendet werden sollen.

Die Beweise für sein kleines „Nebengeschäft“ wurden entdeckt während er noch im Krankenhaus war und verzweifelt versuchte, sich aus seinem Schlamassel herauszulügen. Er wollte sogar die genaue Untersuchung des Falls vermeiden, indem er verzweifelt versuchte seine Behauptung, dass ich ihn ohne Grund angriff, zu widerrufen. Aber es ging nicht. Wenn sich der Staat einmal zur Untersuchung entscheidet, kümmert er sich nicht mehr darum, ob jemand der sich vorher als Opfer bezeichnete nun seine Meinung ändert. Der Staat ist ein Moloch, und die Gerichtsverhandlung fand statt.

Tja, das Blutbad im Gerichtssaal war sogar schlimmer als das zum Zeitpunkt des Vorfalls. Der Typ log sich wie alle wahren → Psychopathen blau und schwarz im Gesicht, selbst als er direkt mit harten Fakten, seinen Absichten, Taten, Untreue — eigene Schriftstücke — konfrontiert wurde. Das Endergebnis war eine schallende Ablehnung seines Antrags auf „Unschuldig wegen Selbstverteidigung“. Der einzige Grund warum seine Verbrechen nicht strafrechtlich verfolgt wurden, war sein mitleiderregendes Auftreten und sein Schwur, eine Lektion gelernt zu haben. Wahrscheinlich hatte er auch ein paar Leute in Regierungsbüros, die für ihn kämpften (wahrscheinlich weil er sie ebenfalls erpresste)22.

Kurz gesagt, ich wurde von jeglichen und allen Anklagen freigesprochen, entlastet und aus der Haft entlassen. Es wurde meine Unschuld von allen Verbrechen bewiesen, ausgenommen das Schützen meiner Ehre und Rufes — eine Situation, in der ich mich laufend wiederfinde.

Beide Situationen ähneln sich sehr. Vincent Bridges reagierte auf meine Weigerung, psychologisch überfallen zu werden, genauso heftig wie mein „Gönner“ in meiner Jugend. Er erzählte dieselbe Sorte von Lügen und versuchte dieselbe Art von List. Das ganze Szenario ist fast wie eine Wiederholung.

Man sollte glauben, dass diese Typen lernen.

Die Mächte der Dunkelheit können Wahrheit nicht ausstehen. Sie mögen keine Leute, die sich ihrer Kontrolle und Manipulation entziehen. Sie werden alles versuchen, jeden benutzen, jegliche Lüge erzählen, sich zu jeder Erniedrigung herablassen, nur um ihre Kontrolle anderen aufzuzwingen.

Da Frank eine verdrehte Version des Vorfalls Vincent erzählte, scheint es, als ob er sich fest und definitiv entschieden hätte, auf welcher Seite er steht.


Es war also im Jahr 2002, als Frank Scott seine Kräfte mit Vincent Bridges zusammenlegte, um das Cassiopaea Experiment in Verruf zu bringen, und die Teilnehmer der Diskussionsgruppe als Mitglieder eines „Kults“ abzustempeln; möglicherweise nur deshalb, um das Experiment selbst zu stoppen.

Obwohl ich für Frank die Tür bis zum Zeitpunkt der öffentlichen Angriffe offen hielt — genauso wie ich hoffte, dass Vincent Bridges nicht so war wie es scheinte — musste ich letztendlich einsehen, dass zwei Menschen die ich sehr mochte, deren Gesellschaft ich immens genoss und ich für die wunderbarsten Mitexperimentierer hielt — würden sie nur ihre Egos freilassen und die Manipulationen beenden — sich einfach für die andere Seite entschieden.

Ich war todunglücklich. Meine Gesundheit verschlechterte sich schnell, bis ich im Jänner 2002 an einer lebensbedrohlicher Krankheit litt. Als ich mich hinreichend erholte um an meinem Schreibtisch sitzen zu können, begann ich mit dem Einzigen, das ich in dieser Situation überhaupt tun konnte: Ich versuchte täglich, die ganze Dynamik mittels Nachforschungen zu verstehen, und sie durch das Schreiben der vorliegenden Buchserie mit anderen zu teilen.

Tag für Tag mühte ich mich ab, einen Sinn hinter diesen Ereignissen in meinem Leben zu erkennen. Es stellte sich heraus, dass die Umwandlung des Leidens in Teilen zu tiefgreifenden Enthüllungen hinsichtlich der Natur unserer Realität führte. In der Suche, die unerklärlichen Sichtweisen und die Fähigkeit zur Täuschung von Vincent Bridges, Frank Sott und andere in den Attacken verwickelte Personen zu verstehen, suchte, sondierte und „testete‘“ ich auf der täglichen Bühne des Internets. Die Suche nach Antworten führte zu Erkenntnissen und Enthüllungen über Psychopathen, die die Tür zu unserem Verständnis von Organischen Portalen öffnete. Ohne dieses Verständnis wäre es fast unmöglich, die Geschehnisse auf der Weltbühne — allen voran das Benehmen von George Bush und seiner Bande — zu verstehen.

Als ich Bridges‘ Klauen entkommen war und den Plan vereitelte, mich mit seinem Material in Verbindung zu bringen (wovon ich später lernte, dass dies eine typische COINTELPRO-Taktik ist), wurde die nächste Ebene von COINTELPRO aktiviert: Anschuldigungen, Diffamierung, falsche E-Mails, das ganze Repertoire.

Der Hauptanteil Bridges‘ Wortschwall galt unserer Bücher. Zuerst wollte er sie einfach nur publizieren. Er konnte nicht genug nette Dinge über die Bücher sagen, solange er versuchte sie in seine Hände zu bekommen, damit er mit unserer Arbeit Geld macht. Nachdem er viel Zeit investiert hatte sie zu bekommen, machte er eine plötzliche Kehrtwendung und behauptete nur um sich damit selbst in den Fuß zu schießen, „Du versuchst doch nur einen Dollar mit lausigen Büchern zu machen…“

Ein weiteres Geplapper der Bridges Bande waren die „Kult! Kult“! Ausrufe; typisch für COINTELPRO. Diese Anschuldigung war jedoch nicht sehr ergiebig, da ein Hauptziel der Quantum Future School ist, sich von kultischem Denken zu befreien. Das war der Grund, warum Bridges aus dieser Gruppe hinausgeworfen wurde: er konnte nicht von seinem kultischen Denken und Manipulationen ablassen. Kurz gesagt, Bridges wollte innerhalb der QFS einen Kult — mit ihm als „Oberguru“ — erschaffen.

Es ist erwähnenswert, dass er eine „Mysteriumsschule des Fünften Weges“ betrieb und auf Gefolgschaft hoffte, lange bevor unsere interne Diskussionsgruppe begriff, dass sie selbst eine anti-Kult Schule ist. Bridges‘ Problem war, dass er keine „Gefolgschaft“ zustande bekam und daher unsere Leserschaft zu seinem Vorteil zerrütten wollte. Und als er aus der Gruppe entfernt wurde, tobte er, dass wir versuchen „freie Meinungsäußerung“ zu unterdrücken.


Tja, die Dinge wurden mit der Zeit schlimmer und schlimmer. Erneute Morddrohungen. Mein Hund (Nachwuchs des Hundes, der nach der UFO Sichtung starb) wurde vergiftet und starb, meine älteste Tochter wurde drei Mal von angeblichen ‚Verkehrsrowdys‘ von der Straße gedrängt, meine zweite Tochter wurde während einer Versammlung der Jugend vergiftet und verbrachte drei Tage an der Lebenserhaltung während nur mehr wenige dachten, dass sie überlebt; unsere Namen und Adressen wurden im Internet in einer ADL E-Group veröffentlicht (die Etikette des Antisemitismus wurde von Bridges und seiner Kohorte uns gegenüber gerne verwendet) und Leuten in der Region nahegelgt, „sich uns zu widmen“. Es wurden falsche Polizeiberichte über unsere Misshandlung der Kinder abgelegt (glücklicherweise kannte uns der Polizeichef unserer Stadt und warnte uns), und so weiter und so fort.

Bridges rief sogar Tom French an, um mit ihm zu reden. Tom berichtete mir davon. Wir beschwerten uns beim FBI, dem Floria Department of Law Enforcement (FDLE). Der Agent am Telefon teilte mir mit, dass sie nichts dagegen machen können, da es wegen der Grenzüberschreitung „außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegt“.. Er schlug vor, falls ich nicht mag was mir angetan wird, einfach damit aufzuhören was ich tue!!! In anderen Worten, Bridges konnte tun was immer er wollte: Falsche Polizeiberichte, Nachstellung, Belästigung, Nachrede, Rufmord, Erpressung, usw. und ihre Antwort war einfach: „Dann gib einfach nach“.


So kommt es, dass dieses Buch von Die Welle an jenem Tag eröffnet, an dem wir entdeckten, dass Frank Scott, ehemaliges Mitglied der Cassiopaea Gruppe, eine dunkle Allianz mit Vincent Bridges, ein COINTELPRO Psychopath, eingegangen ist.

weiter zu Kapitel 34…

FUßNOTEN
  1. Allegorie, (personifizierendes) rational fassbares Bild als Darstellung eines abstrakten Begriffes, AdÜ

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  2. siehe Bücher: Trapped in the Mirror von Dr. Elan Golomb, Unholy Hungers von Dr. Martha Stout, The Narcissistic Family von Stephanie Donaldson-Pressman und Robert M. Pressman, The Mask of Sanity von Dr. Hervey Cleckley, Without Conscience von Dr. Robert Hare, The Sociopath Next Door von Dr. Martha Stout, Snakes in Suits von Dr. Babiak und Dr. Hare, Political Ponerology (Politische Ponerologie) von Dr. Andrew Łobaczewski.

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  3. biol. intraspezifisch, Individuen der gleichen Art betreffend, zwischen ihnen stattfindend, AdÜ

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  4. siehe Psychopathy and the posterior hippocampus von Laasko, Vaurio, Koivisto, Savolainen, Eronen, Aronen, Hakola, Repo, Soinien, Tiihohen; Abteilung für Neurologie der Universitätsklinik in Kuopio, Finnland: „Die lokalen Volumina entlang der Hauptachse des Hippocampus wurden mit dem Grad der Psychopathie der Patienten nach einer Checkliste bewertet und korreliert. Zwischen dem Ausmaß der Psychopathie und der hinteren Hälfte des beidseitigen Hippocampus der Studienobjekte wurden starke negative Korrelationen von bis zu -0.79 beobachtet. Diese Daten entsprechen experimentellen Studien, die vorschlagen, dass Verletzungen des rückseitigen Hippocampus die Aneignung konditionierter Angst behindern. Weiters entsprechen die Daten Theorien, die vorschlagen, dass eine der Entstehungsursachen der Pychopathologie im Defizit in der Aneignung von konditionierter Angst liegt.

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  5. Semantik, ‚Bedeutung, Inhalt‘; med. Aphasie, Verlust des Sprechvermögens od. Sprachverstehens, AdÜ

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  6. d.h. sehr intensiv zu denken, um etwas von allen möglichen Seiten zu beleuchten, AdÜ

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  7. Die Überzeugung, dass moralische Werte existieren und dass manche Handlungen selbige verletzen, ist ein uraltes Phänomen und ist derart weit verbreitet, dass es bereits im instinktiven psychologischen Substrat der Menschheit angesiedelt ist. Gleichzeitig repräsentiert diese Überzeugung Jahrhunderte voll von Erfahrungen, Kulturen, Religionen und Sozialisierung. Folglich kann jede, in moralischen Slogans verpackte Unterstellung suggestiv und manipulativ sein, selbst wenn das verwendete „moralische“ Kriterium nichts weiter als eine „ad hoc“ Erfindung ist. Jede beliebige Handlung kann daher durch solche Paramoralismen als moralisch korrekt oder unmoralisch abgestempelt werden.

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  8. Was die Provokation beabsichtigen sollte…

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  9. Der Demiurg ist ursprünglich der in Platons naturphilosophischem Werk Timaios beschrieben Schöpfergott, der als eine Art Baumeister den Kosmos erschuf, indem er ihn als Abbild der kategorialen platonischen Ideen ordnete.

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  10. Die Despotie oder der Despotismus (griech. despotia, von despotes ‚Herrscher‘) ist eine Staatsform, in der das Staatsoberhaupt (der Despot) die unumschränkte Herrschaft ausübt, AdÜ

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  11. So wie George W. Bush und die Ziocons in den heutigen Tagen.

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  12. http://www.cassiopaea.com/archive/mostletters1.htm

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  13. http://www.cassiopaea.org/grail.htm

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  14. http://www.cassiopaea.com/archive/zaca2.htm

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  15. Die Quantum Future School ging später daraus hervor, AdÜ

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  16. siehe http://www.secretary.state.nc.us/corporations/Corp.aspx?PitemId=5415984

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  17. Der interessierte Leser kann die vollständigen Informationen, inklusive E-Mails, etc. hier einsehen: http://www.cassiopaea.com/archive/most.htm

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  18. Ein Pseudonym.

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  19. Ein Beispiel von Franks „direktes Channeln, exklusiv durch ihn“ ist verfügbar auf http://www.cassiopaea.org/cass/dante.htm

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  20. lateinische Redewendung: „Der Leser soll aufpassen“ — d.h., der Autor garantiert nicht für die Richtigkeit des Gesagten, AdÜ

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  21. siehe http://www.cassiopaea.org/images/hayes-stmt.jpg

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  22. Siehe Anhang für eine Kopie des Briefes von Anwalt Brian Hayes betreffend dieses Vorfalls, zusätzlich zu Dokumenten die belegen, dass Aethyrea Books LLC nicht vor Jänner 2002 gegründet wurde.

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