POLITISCHE PONEROLOGIE

Nachwort des Herausgebers: Eine Warnung

Hinweis: Es handelt sich um eine Rohübersetzung. Die Überarbeitung ist „Work in progress!“

Als die erste Ausgabe dieses Buches im April 2006 veröffentlicht wurde, war klar, dass es sehr leicht zu einer heftigen Gegenreaktion kommen könnte. Die in diesem Buch beschriebenen Darstellungen der Mittel und Wege, mit denen pathologische Personen die sozialen Strukturen normaler Menschen übernehmen und untergraben, enthalte zu viele korrekte klinische Daten, um nicht die Aufmerksamkeit „interessierter Parteien“, die in Bezug auf die angesprochenen Themen „ideell achtsam“ sind, auf sich zu lenken.

Der Autor reist, nachdem er in seinem Heimatland Polen zuerst eingesperrt und dann ins Exil verbannt wurde, in den 1980er Jahren nach Amerika nach war mit der Situation konfrontiert, dass die amerikanischen Behörden gegenüber den Thesen dieses Buches gleichermaßen resistent waren.

Da nun Politische Ponerologie schließlich doch veröffentlicht und breit vertrieben wurde, überrascht es nicht, dass es bereits von verschiedenen Seiten subtile Versuche gibt, Łobaczewskis wichtigste Arbeit zu diskreditieren. Diese Versuche kommen in Form von scheinbar plausiblen Argumenten daher:

Die erste Gruppe behauptet, dass „Politische Ponerologie“ durch die Unterteilung der Bevölkerung in „normale Menschen“ und in „pathologische abweichende Personen“ eine Teilung beabsichtigt, die dafür benutzt werden könnte, „Pogrome“ zu rechtfertigen und aus diesem Grund genau die Ideen vorantreibt, die Łobaczewski verurteilt. Dieses Argument deutet an, dass wir solche Themen nicht diskutieren sollten – selbst wenn sie wahr sind – weil sie die Begründung für ähnliche Genozide sein können, denen wir im Verlauf der Geschichte permanent begegnen.

Die zweite Art von Angriffen sieht die Folgerungen aus „Politische Ponerologie“ von jenen Personen aufgegriffen und gelobt, die selbst in dem Buch analysiert werden – also von Menschen ohne Gewissen und im dreisten Versuch, diese Arbeit schlecht zu machen, indem sie sich mit deren Erkenntnissen verbinden.

Wenn die fundamentalen Unterschiede zwischen pathologischen und normalen Menschen, wie in diesem Buch beschrieben, auf die Frage des Gewissens – auf Psychopathen ohne Gewissen, wie es Robert Hare treffend im Titel seiner Studie über Psychopathie beschreibt – reduziert werden, werden die Reaktionen auf Łobaczewskis Arbeit beitragen, diese Teilung der Menschheit stärker hervorzuheben.

Wir wollen jede dieser Sichtweisen genauer betrachten.

Wir und sie

Im Laufe der Geschichte benutzte der unsichtbare Feind unter uns alle und jede Arten von physischen und materiellen Unterschieden zwischen den Menschen, damit sie sich teilen und sich gegenseitig in den Haaren liegen. Hautfarbe, Sprache, Nationalität, Wohlstand und soziale Stellung, Religion; es gibt nichts, was zu klein, zu groß oder angeblich zu unantastbar wäre, sodass es nicht dazu benutzt werden könnte, Hass in den Herzen der Menschen zu schüren und ihn gegen seine Mitmenschen aufzubringen. Wie viele hunderte Millionen Menschen wurden brutal ermordet und wie viele andere Leben wurden im Namen solch oberflächlicher Unterschiede zerstört?

Unterschiede können also eindeutig zum Schaden normaler Menschen benutzt werden.

Doch bedeutet dies gleichzeitig, dass der Gedanke an Unterschiede damit auch zurückgewiesen werden muss? Ist es nicht möglich, eine Unterscheidung zwischen den Unterschieden vorzunehmen? „Der Unterschied, der den Unterschied ausmacht“, wie es Gregory Bateson formuliert hat.

Die eben umrissenen Unterschiede sind äußerer Natur, schnell erkennbar und oberflächlich. Sie führen zu hierarchischen Verallgemeinerungen, die Unterschiede bei Menschen in einer beliebigen Gruppierung ignorieren. Fundamentale Christen haben beispielsweise im Allgemeinen eine extreme Sicht auf Religion, aber es wäre unvernünftig, sie deswegen allesamt als böse Menschen darzustellen.

Dass sich solche Verallgemeinerungen und Etikettierungen immer auch auf moralische Weise ausdrücken, stellt ein weiteres Problem dar: „Wir“ sind besser als „sie“ – und dann kommt eine Reihe von Gründen für diese Annahme. Die aufgelisteten Gründe beruhen oft nur auf Hass und Vorurteilen; sie werden von den Medien verstärkt und wiederholt.

Łobaczewski Ansatz ist fundamental anders. Im Gegensatz zur angesprochenen hierarchischen Herangehensweise, nähert sich Łobaczewski dem Thema von der Basis aus, an der jedes pathologische Individuum als eigener Fall identifiziert und verstanden werden muss.

Dieses hervorstechende Merkmal der Unterscheidung Łobaczewskis ist nicht unmittelbar sichtbar oder offenbar. Es gibt kein riesigen Netz, mit dem ganze Menschengruppen eingegangen werden können. Es ist der Unterschied, der auf dem Verhalten beruht, auf der Übereinkunft – oder dem Zwiespalt – zwischen der Welt eines Menschen und seinen Handlungen. Dieser Unterschied verlangt, dass wir einen Menschen genau studieren und eine gewisse Zeitspanne lang überprüfen, ob seine Worte mit seinen Handlungen übereinstimmen oder nicht und welche Auswirkungen seine Worte und Handlungen auf seine Umgebung und seine Mitmenschen haben. Das ist nicht schnell ersichtlich und auch nicht leicht wahrnehmbar. Es führt nicht zu schnellen und leichtfertigen Charakterisierungen.

Auch wenn Pathokraten alle wichtigen Machtpositionen besetzen, so können sie trotzdem nicht alle in einen Topf geworfen werden, da jedem einzelnen seine jeweiligen Pathologien diagnostiziert werden müssen.

Der zweite Aspekt, der diese Unterscheidung von den bislang Angewandten trennt ist der Umstand, dass wir es hier mit einer Unterscheidung zu tun haben, die auf Gewissen beruht – jede Methode, die zu Identifizierung pathologischer Arten vorgeschlagen wird, muss vom Gewissen selbst geleitet sein. Wenn jemand bei der Erkennung von Psychopathen und anderen schizoiden Arten auf unmenschliche und grausame Methoden zurückgreifen will, dann ist das ein Anzeichen dafür, dass er selbst an einer Abweichung leidet. Eine Herabwürdigung von psychologisch abweichenden Menschen, anstatt ihnen medizinische und psychologische Hilfe und ein Verständnis ihrer Pathologien zu bieten, bringt den „Sklaven dazu, die Peitsche gegen seinen früheren Herrn zu erheben“. Eine Gruppe von Pathokraten kann nicht die Stelle einer anderen Gruppe von Pathokraten gesetzt werden, was in diesem Fall jedoch das Ergebnis wäre.

Wenn die verschiedenen Pathologien als Krankheitsform verstanden werden, können sie behandelt werden, ohne Rache oder Vergeltung. Für unheilbare Fälle können humane Methoden der Quarantäne gefunden werden, damit diese Menschen keine Rolle mehr im öffentlichen Leben spielen können, wo sie ihre pathologische Sichtweise der Realität normalen Menschen aufdrängen können. Sie haben das Recht zu leben, sie haben nur nicht das Recht, die Weltsicht und die Maßstäbe einer Minderheit der Mehrheit aufzuzwingen. Sechs Prozent in jeder Gesellschaft haben nicht das Recht, den anderen 94% Vorschriften zu machen.

Zudem können die normalen Mitglieder einer Gesellschaft sich selbst dagegen immunisieren, indem sie ihren Wissensstand bezüglich der Existenz und der Gefahren dieser Pathologien erhöhen, die Funktionsweisen und das Wesen des pathokratischen Systems verbreiten und sich selbst trainieren, wie sie die von Pathokraten benutzten Manipulationen erkennen und darauf reagieren können.

Unsere größte Schwäche ist die Ignoranz. Heutzutage sind wir angesichts ihrer Manipulationen nicht nur hilflos, wir sind uns sogar ihrer Existenz als eigene Klasse von Menschen völlig unbewusst, mit der wir unseren Planeten teilen und die ihn regiert.

Łobaczewski schreibt ausführlich über die Gefahren moralisierenden Verhaltens. Indem wir das Feld unseres Verständnisses der Diagnose und der Heilung überlassen, können wir den Drang zu moralisieren loslassen und an seiner statt kann von Menschen mit Gewissen diagnostisch gearbeitet werden.

Noch ein letztes Wort zu „Wir und sie“.

Es muss klar sein, dass der Prozess des Verstehens von sowohl der Pathokraten, als auch ihrer Pathokratie als Plattform, von der aus die Gesellschaft normaler Menschen ihr Recht zur Wiedererlangung ihres eigenen Lebens geltend machen kann, in keiner Weise den Kampf gegen irgendetwas beinhaltet. Dies käme wieder der Falle gleich, in moralisierendes Verhalten zu fallen. Wir kämpfen nicht – wir verteidigen uns, wir verteidigen unser Gewissen. Aus diesem Grund kann das Unterfangen, Pathokraten bloßzustellen, nur von Personen durchgeführt werden, die im Namen des Gewissens sprechen und deren Handlungen vom Gewissen geleitet sind. Wir kämpfen hier keinen Krieg, in dem „die Feinde meiner Feinde meine Freunde sind“. Einheit besteht nur um den Kern des Gewissens.

Wir können uns nicht mit Menschen verbrüdern, deren Handlungen zeigen, dass die im besten Fall nur ponerisiert und im schlimmsten Fall selbst ein Teil des Problems sind. Das führt uns zum zweiten Punkt.

Die Marginalisierung der politischen Ponerologie

Es gibt eine Vielzahl von Möglichkeiten, die Bekanntmachung und die Verbreitung von Ideen zu verhindern, die von den verborgenen Kräften als gefährlich angesehen werden. Eine Möglichkeit ist, deren Veröffentlichung zu verhindern. Łobaczewski beschreibt, wie Zbigniew Brezinski alles unternommen hat, damit das Buch nicht gedruckt werden konnte, während er gleichzeitig voll des Lobes über das Manuskript war und versicherte, alles in seiner Macht stehende zu tun, damit es veröffentlicht werde.

Zwanzig Jahre später, nachdem Red Pill Press das Manuskript erhalten und entschieden hatte, es zu veröffentlichen, wurde eine neue Strategie benutzt, um das Buch und seine Forschungsergebnisse zu diskreditieren. Bis heute beobachten wir, dass Łobaczewskis Gedanken von Gruppen und einzelnen Personen aufgenommen wurden, die eindeutig extremistische Ansichten haben, Neonazis und Rassisten mit eingeschlossen. Wir müssen betonen, dass, wenn Menschen einen beträchtlichen Energieaufwand betreiben, um einige der offensichtlichsten und gewalttätigsten Psychopathen des letzen Jahrhunderts mit Łobaczewskis Ideen schönfärben zu wollen, eine klare und gefährliche Trennung besteht. Entweder sind dies selbst pathologische Menschen oder sie haben nichts von den Auswirkungen verstanden, mit welchen normale Menschen über das spezielle psychologische Wissen, das Psychopathen über ihre Opfer besitzen, bearbeitet werden können.

Wenn heutige verkappte Extremisten die vorgebliche „Kultur“ oder „kultivierte Sprache“ eines historischen, ganz offensichtlichen Pathokraten hervorheben, oder seine „Liebenswürdigkeit zu Kindern und Tieren“ betonen, um damit zu argumentieren, dass er von der Geschichtsschreibung „missverstanden“ oder „unfair behandelt“ wurde, dann ist das Beweis genug, dass die Anwendung von Paramoralismen und Paralogik mit dem Fall der Sowjetunion nicht aus der Mode gekommen ist. Die Geschichte der Menschheit ist eine Geschichte von Macht und Regierungen, die aufkommen und wieder vergehen. Hinter vielen dieser Regime standen Personen, auf welche die Beschreibungen der pathologischen Typen in diesem Buch passen. Während uns Łobaczewski – vielleicht zum ersten Mal in der aufgezeichneten Geschichte – den Schlüssel zum Verständnis dieser Prozesse liefert, um die wahre Natur des menschlichen Bösen in unserer Welt bewältigen zu können, liegt es auf der Hand, dass dieses Wissen, wenn es in die Hände jener Menschen gelangt, die auf diesen Seiten beschrieben werden, nur noch mehr Schrecken und Leid auslösen wird. Nur wenn normalen Menschen – den Milliarden normaler Menschen mit Gewissen – die Tatsache über die reale Bedrohung, der wir gegenüberstehen, bewusst gemacht werden kann und sie lernen, sich selbst dagegen zu immunisieren, dann haben wir eine Chance, diesen Kreislauf zu durchbrechen.

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