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Plausible Lüge (Definition)

„Wenn ein Mensch lügt, tötet er einen Teil der Welt.“
Merlin im Film Excalibur, 1981

Robert Canup sagte, dass 99% aller Probleme, die die Menschheit konfrontieren, auf eine einzige Ursache zurückzuführen sind: das Problem der glaubwürdigen Lüge. Die glaubwürdige Lüge ist das, worum es bei COINTELPRO im Kern geht.

Anscheinend sind Individuen in unsere Welt eingedrungen, die eine Herangehensweise an das Leben und die Liebe haben, die sich sehr stark von dem unterscheidet, was sich für eine sehr lange Zeit als Norm etabliert hatte, sodass wir schlecht darauf vorbereitet sind, mit einer ihrer Taktiken umzugehen, die Robert Canup als glaubwürdige Lüge bezeichnet. Wie er es darlegt, hat die Philosophie der glaubwürdigen Lüge die gesetzgebenden und administrativen Arbeitsgebiete unserer Welt übernommen und sie in Automaten umgewandelt, in denen Menschen, die eine Fähigkeit zu echten Gefühlen haben, zerstört werden.

Glaubwürdige Lügen sind monströse Dinge, die von bösen Leuten mit der ausdrücklichen Absicht verbreitet wurden, gute Menschen hinters Licht zu führen, indem der Wille von denen geschieht, die nicht das Beste für sie wollen. So einfach ist das. Die mächtigsten dieser Lügen sind so glaubwürdig, dass niemand jemals auch nur davon träumt, ihren Wahrheitsgehalt zu bezweifeln.

Richard Dolan führt diese Sache näher aus. Er schrieb:

„Einige werden das hier als eine der vielen Verschwörungstheorien abstempeln, die die Landschaft Amerikas prägen. Schon die bloße Erwähnung [dieses Worts] reicht für eine automatische Verwerfung aus, als ob niemand je im Geheimen etwas tut. Bringen wir ein bisschen Licht und Vernunft in diese Angelegenheit.“

Die Vereinigten Staaten bestehen aus großen Organisationen — Aktiengesellschaften, Beamtenapparate, ‚Interessensgemeinschaften‘, und desgleichen — welche von Natur aus verschwörerisch sind. Das bedeutet, sie sind hierarchisch, ihre wichtigen Entscheidungen werden im Geheimen von wenigen Hauptentscheidungsträgern getroffen, und sie sind sich der Lüge über ihre wahren Aktivitäten nicht zu gut. Von solcher Art ist die Natur organisatorischen Verhaltens. Verschwörung, in dieser Hauptbedeutung, ist eine Lebensweise, die rund um den Globus anzutreffen ist.

Diese Tendenz ist innerhalb der militärischen und geheimdienstlichen Einrichtungen der Welt in größtem Ausmaß gesteigert.

[…]

Jeder, der in einer unterdrückten Gesellschaft gelebt hat, weiß, dass die offizielle Manipulation der Wahrheit täglich passiert. Aber Gesellschaften haben ihre Mehrheiten und Minderheiten. Zu jeder Zeit und an jedem Ort sind es die Minderheiten, die herrschen, und es sind die Minderheiten, welche dominanten Einfluss auf das ausüben, was wir als offizielle Kultur bezeichnen. Um bestehende Machtstrukturen zu erhalten, kümmern sich alle Eliten um die Manipulation der öffentlichen Information. Es ist ein altes Spiel.

Auf dem Papier ist Amerika eine Republik und eine freie Gesellschaft, aber in Wirklichkeit ein Imperium und eine Oligarchie, kaum bewusst seiner eigenen Unterdrückung von innen und außen. Um seine Machtstruktur zu beschreiben, verwende ich den Begriff Nationaler Sicherheitsstaat. Dies ist eine praktische Art, die militärischen und geheimdienstlichen Vereinigungen sowie die Bereiche, die sich von ihnen ernähren — wie Vertragspartner von Verteidigungsverträgen und andere nebulöse Entitäten aus dem Untergrund — zu bezeichnen. Die grundlegenden Merkmale [dieser Organisationen] sind Geheimhaltung, Reichtum, Selbständigkeit, Macht und Falschheit.

Fast alle nennenswerten Unternehmungen des amerikanischen Militärs und der geheimdienstlichen Vereinigungen des letzten halben Jahrhunderts fanden im Geheimen statt. Der Bau einer atomaren Waffe, besser bekannt als das Manhattan Project, gilt als Vorzeigemodell für alle nachfolgenden Aktivitäten. Mehr als 2 Jahre lang wusste kein einziges Mitglied des Kongresses etwas davon, obwohl es letztendlich mehr als 2 Milliarden Dollar gekostet hat.

Während und nach dem 2. Weltkrieg fanden andere wichtige Projekte statt: die Entwicklung biochemischer Waffen, der Import von Nazi-Wissenschaftern, tödlich verlaufende Gedankenkontrollexperimente, die Überwachung von Brief- und Datenverkehr einer nichts ahnenden Bevölkerung, die Beeinflussung von Medien und Universitäten, geheime Putsche, geheime Kriege und Attentate. Alle diese fanden nicht nur weit abgeschirmt von der amerikanischen Öffentlichkeit, sondern auch von den meisten Mitgliedern des Kongresses und ein paar Präsidenten statt. Tatsächlich wurden einige der mächtigsten Geheimdienste im Geheimen selbst gegründet, welche für die Öffentlichkeit oder den Kongress für viele Jahre unbekannt blieben.

Seit den 1940ern hatten die amerikanische Verteidigung und geheimdienstliche Einrichtungen mehr Geld zur Verfügung als die meisten Nationen. Zusätzlich zu den offiziellen Geldmitteln kommt, dass vieles von den Finanzen undokumentiert ist. Seit ihren Anfängen unternahm die CIA eine Vielzahl von nicht dokumentierten ‚geschäftlichen‘ Aktivitäten, was eine Riesensumme an Bargeld hervorbrachte. Die Beziehungen der CIA zum weltumspannenden organisierten Verbrechen (und so de facto auch zum internationalen Rauschgifthandel) wurden gut gepflegt und waren für Jahre dokumentiert. Viel von dem ursprünglichen Geld, welches die amerikanischen geheimdienstlichen Vereinigungen finanzierte, kam von sehr reichen, wohlsituierten amerikanischen Familien, die für lange ein Interesse aufrecht erhielten, nationale Sicherheitsoperationen zu fördern, welche wichtig für ihre eigenen Interessen waren.

Theoretisch existiert eine zivile Aufsicht über die US Nationale Sicherheitseinrichtung. Der Präsident hat den militärischen Oberbefehl. Der Kongress hat die offizielle Aufsicht über die CIA. Das FBI untersteht dem Gerichtshof. Aber in der Praxis verhält es sich kaum so. Ein Grund dafür hat mit Geheimhaltung zu tun.

[…]

Ein abschreckendes Beispiel für eine solche Selbständigkeit trat während den 1950ern auf, als Präsident Eisenhower endgültig die Kontrolle über das US nukleare Arsenal verlor. Die Situation verschlechterte sich dermaßen, dass Eisenhower während seiner letzten 2 Jahre in Amt wiederholt den Leiter des strategischen Luftkommandos zur Rede stellen wollte, um über den Plan eines amerikanischen nuklearen Gegenschlags etwas in Erfahrung zu bringen. Was er in seinem letzten Jahr als Präsident 1960 herausfand schockierte ihn: die Hälfte der nördlichen Hemisphäre würde ausgelöscht werden.

Wenn ein bewährter militärischer Held wie Eisenhower weder Amerikas nukleares Waffenarsenal kontrollieren konnte, noch eine direkte Antwort vom Pentagon bekommen konnte, wie sollten es dann die Präsidenten Truman, Kennedy, Johnson oder Nixon in vergleichbaren Angelegenheiten schaffen?

Geheimhaltung, Reichtum und Selbständigkeit ergeben zusammen Macht. Über die Jahre hat sich der nationale Sicherheitsstaat zur weltweit bestentwickeltsten Technologie Zugang geschaffen, hat der Öffentlichkeit den Zugang und die Aufsicht über Millionen Hektar Land entzogen, erlangte unbegrenzte Fähigkeiten für Schnüffeleien bis zu den US-Grenzen und darüber hinaus, führte offene oder geheime Aktivitäten gegen andere Nationen aus und führte Kriege ohne ernsthaft betriebene Medienberichterstattung. Landesintern übt er [der Nationale Sicherheitsstaat] Einfluss auf gewählte Vertreter und Vereinigungen aus, in der Hoffnung auf Dollarmilliarden für das Verteidigungsbudget.

Täuschung ist das Schlüsselelement der Kriegsführung, und wenn der Sieg alles ist, worauf es ankommt, wird die allgemeine Moral normaler Menschen zum Hindernis. Zusammengefasst bilden die Beispiele für das offizielle Doppelspiel fast eine einzige Gesamtheit. Sie beinhalten Leckerbissen wie die Sitzkriegkrise von 1948, der von der Air Force erfundene Missile Gap in den 1950ern, die vorsichtig arrangierten Ereignisse, die zur Golf of Tonkin Resolution führten…

Geheimhaltung stammt von einem allgegenwärtigen und fundamentalen Element des Lebens unserer Welt: Die, die auf einem Haufen stehen, werden immer und alles tun, damit der Status Quo aufrechterhalten bleibt.

Skeptiker fragen oft: „Glauben Sie wirklich, dass die Regierung so etwas so lange geheim halten könnte?“ Die Frage an sich spiegelt bereits Unwissenheit über die Realität, dass Geheimhaltung eine Lebensart des nationalen Sicherheitsstaates ist, wider. Tatsächlich aber lautet die Antwort: „Ja und Nein“.

„Ja“ insofern, dass Verschleierungen von Standardvorgehensweisen, welche für die Öffentlichkeit jahrelang durchgehend unbekannt blieben, und nur von einer bloßen Zufälligkeit abhängig zur öffentlichen Kenntnis gelangen. Aber auch „Nein“ insofern, dass Informationen von Anfang an herausdringen. Es ist unmöglich, die Augen komplett zu verschließen. Entscheidend ist die Neutralisierung unliebsamer, in Verruf bringender Informationen, sei es durch offizielle Leugnung oder durch Stellvertreter in den Medien.

Beweise [für die wahre Natur und die Arbeitsweise des nationalen Sicherheitsstaates], die von den Graswurzeln stammen, können nur sehr schwer dem unausweichlichen Konflikt mit der offiziellen Kultur [die von COINTELPRO geschaffen wurde] standhalten.

[Richard Dolan in seinem Buch UFOs and the National Security State]

Die gut finanzierten Streitmittel des Nationalen Sicherheitsstaates beinhalten viele verschiedene und oft widersprüchliche Quellen, einschließlich die Massenmedien, viele Quellen alternativer Medien, sogenannte „Wahrheitssuchende Gruppen“ allerart, sogenannte New Age und alternative Schriftsteller und Impresarios aller Form und Größe, (von denen die meisten COINTELPRO-Schwindlerorganisationen sind), und haben auch die 9/11 Wahrheitsbewegung bis hin zur kompletten Aushöhlung ernsthaft in Mitleidenschaft gezogen.

Robert Canup schreibt auf seiner Internetseite:

Stellen wir uns für einen Moment vor, wir nehmen eine Gruppe von ernstzunehmenden und verantwortungsbewussten Bürgern, und bilden mit ihnen ein ‚Gericht für hypothetische Streitfälle‘, wie es aus dem Jurastudium bekannt ist. Angenommen wir gebrauchen einen echten Richter für den Vorsitz im Gericht, echte Anwälte, die sich gegenüber stehen, und echte Polizeibeamte um auszusagen. Wir bringen die Polizisten dazu, eine Anklage wegen Drogenbesitz zu erfinden, und wir suchen uns per Zufall Max Mustermann aus der Gruppe der Vorbildsbürger aus, der den Angeklagten spielt. Die restlichen Bürger werden eingeschworen, befragt, und ein Geschworenengremium wird ausgesucht. Der Prozess beginnt.

„Erhebt euch, das hypothetische Gericht in dieser Rechtsprechung wird jetzt gehalten. Der ehrenwerte Richter Redlich führt den Vorsitz.“ Der Fall wird ausgerufen: „Der Staat gegen Max Mustermann.“ Die Anklage: „Das Verbrechen des Besitzes von Kokain, einer kontrollierten Substanz, ein Gesetzesbruch laut Paragraf blah blah… Wie bekennen Sie sich?“ „Nicht schuldig, euer Ehren.“

Die Polizei wird in den Zeugenstand gerufen; Laborberichte werden als Beweise herangezogen. Der Fall gegen den Angeklagten entwickelt sich, die Verteidigung ist lahm, sie besteht hauptsächlich aus der berühmten „Lügen, Lügen, nichts als Lügen“-Strategie. Die Anwälte präsentieren ihre Schlussresumès, und die Geschworenen ziehen sich zur Beratung zurück.

Die Geschworenen kehren zurück, der Angeklagte erhebt sich, wird schuldig gesprochen, und zu fünf Jahren Gefängnishaft verurteilt.

Alles in Allem eine erfolgreiche Demonstration des Rechtssystems bei der Arbeit — so real wie wir es nur darstellen konnten. Nach dem Prozess sprechen wir mit den Geschworenen. Einer Person berichten Sie, sie seien überzeugt, dass der Gerechtigkeit genüge getan wurde: sie haben die gesamte Beweisführung genau verfolgt, haben die Glaubwürdigkeit jedes Aussagenden abgewogen; sie waren so gerecht und unparteiisch, wie sie nur sein konnten. Sie haben alle gutes Gefühl mit der Entscheidung, die sie getroffen haben.

Es ist sehr einfach, sich dieses ganze Szenario vorzustellen.

Da ist nur ein klitzekleines Problem: Tatsächlich wusste jeder im Raum, dass Max Mustermann unschuldig war. Sie wussten alle, dass die Anschuldigungen gegen ihn eine einzige Erfindung waren, und dennoch verurteilten sie ihn nicht nur, sondern fühlten sich auch noch gut dabei!

Halten Sie hier, und denken Sie für ein paar Sekunden über die Auswirkungen dieser letzten Beobachtung nach…

Wenn Sie den Grips haben, meinen Worten zu folgen, und auch genug intellektuellen Anstand zuzugeben, dass es ihre Schuld war, wenn Sie einen Sonnenbrand bekommen haben, dann können Sie nur zu einer einzigen Schlussfolgerung kommen. Wenn das Rechtssystem es einem erlaubt sich gut zu fühlen, indem man jemanden verurteilt, während man weiß, dass er unschuldig ist, und man weiß dass der Fall gegen ihn ein Sack voller Lügen ist, dann ist das Rechtssystem schlimmer als unbrauchbar.

Eine Teilursache dessen, weshalb die Geschworenen ein gutes Gefühl über ihr Urteil haben ist, dass eine Jury wegen ihrer Isolierung, ein selbstbezogener Körper ist. Mit „selbstbezogen“ meine ich folgendes: Angenommen, man will die Genauigkeit eines Lineals dadurch feststellen, indem man es durch selbiges misst. Hoffentlich ist es für jeden offensichtlich, dass eine Messung eines Lineals durch das selbige immer eine Genauigkeit nach dem Ausmaß ergibt, nach dem man es misst; unabhängig davon, wie lächerlich ungenau es in Wirklichkeit sein mag. Ein Richter oder Geschworene werden sich immer glücklich über ihr Urteil fühlen, egal wie absurd dieses Urteil wirklich ist, da die einzige Norm, mit der sich ein Richter oder Geschworene bewerten müssen, Sie selbst sind.

Bevor ich Ihnen zeigen kann, wie wir ein weniger als wertloses Rechtssystem entwickelt haben, muss ich noch ein schwieriges Konzept vorstellen. Wenn es so etwas wie eine glaubwürdige Lüge gibt, ist es dann nicht möglich, dass es auch so etwas wie eine unglaubwürdige Wahrheit gibt? Vielleicht könnte ein Beispiel für eine unglaubwürdige Wahrheit deutlicher zeigen was ich sagen will.

Angenommen, morgen, wenn Sie aus ihrem Haus heraustreten, landet ein außerirdisches Raumschiff vor Ihnen. Mehrere Aliens steigen aus dem Schiff, zeigen auf Sie, lachen, steigen wieder in ihr Schiff ein und verschwinden. Jetzt stellen Sie sich vor, dass das keine Halluzination ist, kein Traum; es ist wirklich passiert. Sie wissen nun eine unglaubwürdige Wahrheit. Welche Chance, denken sie, haben sie, irgendjemanden davon zu überzeugen, dass dies tatsächlich passiert ist? Sie haben die Wahrheit, aber niemand wird Ihnen glauben.

Die Ursache ihres Problems ist dieses: Im Allgemeinen ist Wahrheit mit einem Gefühl der Realität verbunden.

Aber, und das ist entscheidend, dieses Gefühl der Realität, welches Wahrheit im Allgemeinen glaubhaft macht, ist nicht dieselbe Sache wie die Wahrheit selbst. Die Vertrautheit mit einer Wahrheit gibt dieser Wahrheit das Gefühl der Glaubhaftigkeit. Würde jeder erfahren, wie Aliens einen auslachen, wäre die Wahrheit darüber schnell akzeptiert.

Bedenken sie, was der Wissenschafter, der als erster entdeckte, dass feste Materie hauptsächlich aus Vakuum besteht, durchmachte, durchschnittlichen Leuten seine Entdeckung zu erklären. Sicher wird jemand versucht haben, ihm die Festigkeit von Stahl zu beweisen, indem er ihm mit einem (Stahl-) Teil eins über die Birne zog. Tatsache ist aber, wenn der Wissenschafter, der die Entdeckung gemacht hat, nicht die persönliche Stärke gehabt hätte, andere von der Wahrheit seiner unglaubwürdigen Entdeckung zu überzeugen, würden wir heute nicht wissen, dass Materie weitestgehend aus Leerräumen besteht.

Was ich hier zu sagen habe ist unglaubwürdig, und fühlt sich nicht richtig an, hauptsächlich weil es fremdartig ist — nicht weil es irgendeine Fehlerhaftigkeit beinhaltet. Es ist Teil der Realität, dass jeder neuen Entdeckung ein Hauch von Unglaubwürdigkeit anhaftet, bis sie geläufig genug ist um akzeptiert zu werden. Wäre eine neue Entdeckung sofort geläufig, hätte sie nur sehr begrenzten Wert; sie hätte nur wenig Neuland preisgegeben.

Tatsächlich ist es die Vertrautheit zum Rechtssystem, welche eine Atmosphäre der Glaubwürdigkeit für die Lügen verbreitet, auf denen es aufgebaut ist. Um zu sehen, wie wir uns dorthin entwickelt haben, wo wir heute sind, würde es nützlich sein, die Geschichte des Rechtssystems zu untersuchen.

Vor tausenden Jahren entschieden sich die guten Menschen dazu, ein System zu erschaffen, welches Ihnen versichern würde, dass die Menschen das bekommen, was sie verdienen. Stellen sie sich kurz vor, sie seien eine böse Person. Wie würden sie auf ein solches System reagieren? Ich denke, es würde Sie sehr beängstigen. Wenn die Menschen das bekommen, was sie verdienen, würden sie in Öl gebraten werden!

Wenn sie nun böse und klug wären, würden sie nicht alles in ihrer Macht stehende tun, um die Leitung dieses Systems zu übernehmen, damit sie sicher gehen, dass keine wirkliche Gerechtigkeit jemals stattfindet? Behalten sie im Gedächtnis, dass böse Menschen keine Schilder tragen mit der Aufschrift: „Hasst mich, ich bin böse!“ Sie tun alles was sie können, um als ganzes in die Gesellschaft zu passen. Hinsichtlich dessen ist es nicht allzu überraschend zu sehen, dass das Böse tief involviert war bei der Entstehung unseres heutigen Rechtssystems.

Vor vielen Jahren gab es ein System der ‚Gerechtigkeit‘, das durch Gottesurteilsprozesse bekannt ist. Ein Beispiel für einen Gottesurteilsprozess war es, ein rotglühendes Eisen an die Zunge des Angeklagten zu halten. Die glaubwürdige Lüge, welche dieses Verhalten rechtfertigte, war üblicherweise: Wenn der Angeklagte eine Lüge spricht, würde er einen trockenen Mund haben und somit vom Eisen verbrannt werden — während hingegen eine ehrliche Person einen feuchten Mund haben würde und somit beschützt wäre.

Das derzeitige Rechtssystem ist ein Abkömmling solcher Geister — es ist nun sehr viel klüger und nicht mehr so offensichtlich böse als jenes, das es einmal war.

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